Freitag, 22. Juni 2018


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Wolf D. Meier-Scheuven, Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), fordert von der Politik für 2017 Weichenstellungen für eine starke Wirtschaft

Wir brauchen eine starke, wettbewerbsfähige Wirtschaft

Bielefeld, (lifePR) - Wie stellt sich die Situation für die ostwestfälische Wirtschaft zum Jahreswechsel dar? Unsere Welt befindet sich im Umbruch, der Wandel ist allgegenwärtig: demografischer Wandel, Klimawandel, geopolitischer Wandel, technologischer Wandel. Viele Menschen machen sich Sorgen um ihre Zukunft, haben Furcht vor wirtschaftlichem und sozialem Abstieg. Die weltweite Mobilität entfacht diffus empfundene Gefühle der Bedrohung der eigenen kulturellen Identität. Bei nicht wenigen Bürgern sorgt dieser Wandel für ein weitreichendes Misstrauen gegenüber politischen Institutionen.

Der Ruf nach Abschottung und nationalstaatlicher Kontrolle erscheint vielen verlockend. Dies hat in der Folge zu einer Krise der Europäischen Union geführt, zum Brexit und dem kaum für möglich gehaltenen Wahlsieg von Donald Trump in den USA.
In diesem schwierigen Umfeld bieten unsere ostwestfälischen Familienunternehmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Anker der Stabilität. Und sie schlagen sich wacker: Die hiesige Wirtschaft läuft laut der letzten IHK-Konjunkturumfrage bislang gut. Das liegt auch an der noch robusten Konjunktur in Deutschland. Aber die exportorientierten Unternehmen drosseln inzwischen ihre Erwartungen und das bisherige Konjunktur-Doping durch Ölpreis, Wechselkurs und Niedrig-Zinsen läuft zumindest teilweise aus. Gleichzeitig nehmen die internationalen Handelshemmnisse zu und der Freihandel befindet sich auf dem Rückzug.

Vor diesem Hintergrund ist es umso mehr erforderlich, in den kommenden Jahren die Weichen für eine starke, wettbewerbsfähige Wirtschaft zu stellen. Denn unsere Unternehmen tragen nicht nur zur Beschäftigungssicherung bei, sondern auch zu dem Wohlstandsniveau, das dieses Land im Vergleich zu den um uns liegenden Ländern erreicht hat. Dabei werden unsere Unternehmen in Ostwestfalen den widrigen Bedingungen auf den Weltmärkten besser trotzen, wenn sie gute Rahmenbedingungen vorfinden und politische Entscheider, die die Belange der Wirtschaft ernst nehmen und konstruktiv, lösungsorientiert mit den Betrieben im Gespräch sind. Trotz aller Rufe nach Abschottung und Besinnung auf das Eigene: Nationalismus kann nicht im Sinne der Wirtschaft sein – denn der Zwilling des Nationalismus ist der Protektionismus. Damit wären wir in einer Welt angekommen, die sich notwendigem Wandel verschließt. Zum Nachteil aller.

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