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Pressemitteilung BoxID: 616801 (Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld)
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IHK mit Höchststand an offenen Ausbildungsstellen zur Nachvermittlung

(lifePR) (Bielefeld, ) Die Partner des Ausbildungskonsenses (Agenturen für Arbeit, Jobcenter, Handwerkskammer und IHK) laden derzeit alle noch unvermittelten Bewerberinnen und Bewerber für das laufende Ausbildungsjahr zu Nachvermittlungsterminen ab dem 17. Oktober in allen Kreisen und in Bielefeld ein. Wie in den Vorjahren hat die IHK in einer „Last-Minute-Aktion" die noch offenen Ausbildungsstellen bei den Mitgliedsbetrieben ermittelt. Mit 181 offenen Ausbil-dungsstellen haben die Unternehmen deutlich mehr als in den Vorjahren ge-meldet (2015: 138, 2014: 122, 2013: 103). „Dieser Anstieg hat uns in dieser Höhe überrascht und stellt einen Höchststand dar. Damit setzt sich der Trend der Vorjahre mit einem stetigen Anstieg der unbesetzten Ausbildungsstellen überproportional in 2016 fort. Zu den Nachvermittlungsterminen erschienen 2015 von den 450 eingeladenen Jugendlichen lediglich 125. Wir hoffen, dass sich diese Quote in diesem Jahr deutlich erhöht", sagt IHK-Geschäftsführer Swen Binner.

Gemeinsam mit dem Handwerk und weiteren gemeldeten Ausbildungsstellen bei den Agenturen für Arbeit in den freien Berufen ist nach seinen Worten mit über 300 offenen Ausbildungsplätzen zu rechnen. Der größte Teil der offenen Lehrstellen entfalle mit 51 erneut auf das Gastgewerbe. Die Bereiche Transport und Logistik (30) sowie der Handel (28) hätten ebenfalls viele offene Stellen. Bei den einzelnen Berufen seien die Berufskraftfahrer (22 Plätze), Hotelfachleute und Köche (jeweils 16) und Kaufleute im Einzelhandel (13) stark vertreten. Darüber hinaus stünden noch 133 Einstiegsqualifizierungsplätze offen. „Trotz des immer noch bestehenden rechnerischen Überhangs an gemeldeten Bewerbern im Vergleich zu offenen Ausbildungsplätzen stellt sich die Situation zur Nachvermittlungsphase völlig anders dar. Wir sehen dies als Ausdruck der hohen Ausbildungsbereitschaft der ostwestfälischen Wirtschaft, der demografisch rückläufigen Entwicklung mit einem stärkeren Interesse Jugendlicher an einem Studium sowie wachsender Probleme, das Ausbildungsstellenangebot und das Interesse der Jugendlichen an einem Ausbildungsberuf auszugleichen. Die in der Region intensivierten engagierten Bemühungen, Jugendliche über ein professionelles Übergangsmanagement auf die duale Ausbildung vorzubereiten, muss weiter ausgebaut werden", schätzt Binner die Lage ein.

Bei den eingetragenen Ausbildungsverträgen verzeichnet die IHK zum 1. Oktober 2016 einen leichten Rückgang um 0,7 Prozent (7.462, Vorjahr: 7.512). Während für die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe aktuell ein Minus von 3,8 Prozent (2.605) zu verzeichnen sei, entwickelten sich die kaufmännischen Ausbildungsberufe mit 1,1 Prozent (4.857) positiv. „Das knappe Minus in Ostwestfalen fällt etwas moderater aus als im Durchschnitt der anderen 15 IHKs in Nordrhein-Westfalen mit -1,7 Prozent. Im Vorjahr haben die IHK-Mitgliedsbetriebe aus Ostwestfalen sogar ein deutliches Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2014 erreicht, was das leichte Minus relativiert."

Stark im Minus seien derzeit die Berufskraftfahrer (- 14,3 Prozent auf absolut 96 Ausbildungsverträge), die Bankkaufleute (- 13,1 Prozent, 233) und die Bauberufe (- 7,8 Prozent, 94). Ein deutliches Plus verzeichnet hingegen das Gastgewerbe mit 11,4 Prozent (auf absolut 351), die Holzverarbeitung (+ 13,8 Prozent, 148) sowie die Logistik mit dem zweijährigen Beruf Fachlagerist (+ 43 Prozent, 120) und dem dreijährigen Ausbildungsberuf Fachkraft für Lagerlogistik (+ 9,5 Prozent, 266).