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Pressemitteilung BoxID: 611449 (Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld)
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IHK Präsident lobt Prüfer auf Prüferkongress

(lifePR) (Bielefeld, ) Die Industrie- und Handelskammern Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) würdigte heute (07.09.2016) auf ihrem zweiten Prüferkongress im A 2 Forum in Rheda-Wiedenbrück das ehrenamtliche Engagement der Prüfer in der beruflichen Bildung. IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass insgesamt rund 3.000 Prüferinnen und Prüfer für objektive, praxisnahe und kostengünstige Examen in der IHK stehen. „Sie sorgen für einen hohen Qualitätsstandard bei der Durchführung praxisnaher Prüfungen. Diese Standards werden auch international bewundert. Sie finden ihren Ausdruck in unserer konkurrenzlos niedrigen Jugendarbeitslosenquote, verglichen mit anderen Staaten in Europa“, wandte sich der Präsident direkt an die Anwesenden.

Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt sagte er, dass die IHK die Informationen und die Werbung für die berufliche Bildung vor allem an den allgemeinbildenden Schulen weiter ankurbeln werde. Nach seinen Worten müsse das duale Ausbildungssystem sowohl kognitiv begabte Jugendliche über anspruchsvolle Berufsbilder und Kombinationsmodelle zwischen dualer Ausbildung und hochschulischen Modellen, aber auch praktisch begabte Jugendliche mit theoretisch vereinfachten Berufsbildern ansprechen.

In einem Impulsreferat ging der bundesweit renommierte Professor Dr. Dr. h. c. Felix Rauner, Leiter der Forschungsgruppe „Berufsbildungsforschung“ an der Universität Bremen, vor allem auf aktuelle Entwicklungen des Prüfungswesens ein. Nach seinen Worten bedeute Prüfen „Können und Verantwortung“. Rauner: „Die Berufsfähigkeit erweist sich durch die Überprüfung der beruflichen Handlungskompetenz als Abschluss einer dualen Berufsausbildung. Dabei werden zwei Fragen in diesem Zusammenhang seit Jahrzehnten diskutiert. Verfügt die moderne Kompetenzdiagnostik über das Potenzial für eine Qualität von Prüfungen? Weiterhin geht es in der Berufsausbildung auch um das schrittweise Übernehmen von Verantwortung. Kann eine moderne, kompetenzorientierte Prüfung dazu einen Beitrag leisten?“ Diese Fragen und Trends der beruflichen Bildung vor allem im Prüfungswesen bildeten den Schwerpunkt seines Vortrags.

In sechs unterschiedlichen Workshops befassten sich die Kongressteilnehmer mit prüfungsdidaktischen und rechtlichen Themen wie etwa der Prüfungsaufgabenerstellung, rechtlichen Fallstricken sowie der Kommunikation mit Prüfungsteilnehmern in schwierigen Situationen. Auch die Bildungspolitik kam mit Themen wie der beruflichen Bildung im Spannungsfeld zwischen Ausbildung und Studium sowie dualer Berufsbildung im Ausland nicht zu kurz.