Berufsorientierungscamp für Flüchtlinge: Betriebe gesucht

Vermittlung von Flüchtlingen in Arbeit bleibt auch durch Bürokratie schwierig

(lifePR) ( Offenbach am Main, )
Vom 15. bis 19. August 2016, jeweils von 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr, veranstaltet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main mit der Pittler Pro Region Berufsausbildung GmbH in Langen ein Berufsorientierungscamp für junge geflüchtete Menschen, die Interesse an einer Ausbildung im technischen Bereich haben und schon ein gewisses Sprachniveau mitbringen.

IHK-Referentin Jana Maria Kühnl erklärt: „Innerhalb dieser Woche können die Teilnehmer an acht verschiedenen Übungseinheiten unterschiedliche Fähigkeiten erfahren und erlernen. Die Fähigkeiten werden später überwiegend in der technischen Ausbildung benötigt, wie beispielsweise Industriemechaniker, Elektroniker oder Mechatroniker. Die Übungseinheiten beinhalten neben dem Vermitteln der Handfertigkeiten, das Erkennen von Arbeitsabläufen sowie das Verstehen logischer Zusammenhänge.“ Ziel sei es, den Teilnehmern einen möglichst großen Einblick in die gewerblich- technische Ausbildung zu geben sowie für die Unternehmen Jugendliche zu finden, die sich für deren Ausbildung eignen.

„Für diese Übungseinheiten suchen wir noch Ausbildungsbetriebe im technischen Bereich, die Interesse haben jungen, motivierten Flüchtlingen eine Ausbildung zu ermöglichen und einen Ausbilder oder Betreuer zur Verfügung stellen, der die vorhandenen Fähigkeiten einschätzen kann. Die Firmen haben dabei die Möglichkeit, Jugendliche für eine Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung zu gewinnen“, so Kühnl.

Am 26. August 2016 findet von 9:30 Uhr bis 14:30 Uhr im Büro der Pro Arbeit in Dietzenbach außerdem die Nachvermittlungsbörse „Job to go“ statt, bei der noch freie Stellen für das am 1. September 2016 startende Ausbildungsjahr vermittelt werden. Hierzu sind auch Flüchtlinge eingeladen. Eine Beratung für Unternehmen zum Thema Ausbildung und Beschäftigung eines Flüchtlings findet an diesem Tag durch Lena Speckmann vom Arbeitsmarktbüro der Agentur für Arbeit und Jana Maria Kühnl statt.

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner verdeutlicht: „Wir haben in diesem Jahr bisher 14 Flüchtlinge in eine Beschäftigung vermittelt. Die Liste der Schwierigkeiten bei der Vermittlung ist lang. Sie reicht von mangelnden Deutschkenntnissen, über fehlendes Wissen über das deutsche Ausbildungssystem, langsame Anerkennungsverfahren, bis zu zwei Monate dauernde Arbeitsgenehmigungsverfahren, falschen Vorstellungen der Flüchtlinge vom deutschen Berufsleben, bis zur Tatsache, dass es kaum verwertbare Abschlüsse gibt.“

Mit den Inhalten des Deutschunterrichts in den Integrationskursen sei meist noch keine Ausbildung zu schaffen. Anschlusskurse, gegebenenfalls beschäftigungsbezogener Deutschunterricht seien notwendig. „Des Weiteren bekommen überhaupt nur Flüchtlinge aus Ländern mit sicherer Bleibeperspektive, wie Iran, Irak, Syrien und Eritrea, Integrationskurse angeboten. Die Flüchtlinge hier vor Ort kommen aber fast zur Hälfte aus Afghanistan. Diese bekommen nach wie vor keine offiziellen Integrationskurse und hängen jahrelang in ihren Asylverfahren fest“, macht Weinbrenner die Problematik deutlich.

Weitere Informationen zum Berufsorientierungscamp und der Nachvermittlungsbörse erhalten interessierte Unternehmen bei Jana Maria Kühnl, Telefon (069) 8207-341, E-Mail kuehnl@offenbach.ihk.de.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.