IHK: Hoher Dieselpreis bringt Transportbranche unter Druck

(lifePR) ( Pforzheim, )
Die Erhöhung des Dieselpreises führt zu einem erheblichen Kostenanstieg in der Transportbranche. Das hat eine Blitzbefragung der IHK-Organisation ergeben. Danach setzt die überwiegende Zahl der befragten Betriebe die Mehrkosten bei 5 bis 10 % an. Das gilt für den Straßengüterverkehr und das Bus- und Taxigewerbe gleichermaßen.

Aufgrund der höheren Energiepreise klagen auch die Transportunternehmen im Nordschwarzwald über erhebliche Transportkostensteige-rungen. Ob diese Mehrkosten allerdings an die Auftragnehmer weitergegeben werden können, ist äußerst fraglich.

Versucht wird daher auch, die Kosten zu senken: So wird der Kraftstoffverbrauch durch Fahrerschulungen und den Erwerb sparsamerer Fahrzeuge gesenkt, die Auslastung durch stärkere Ladungsbündelung weiter erhöht und der Leerfahrtenanteil minimiert. Größere Unternehmen verstärken ihre Ladungsbündelung durch den Aufbau zusätzlicher regionaler Umschlagpunkte. Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind, tanken verstärkt im Ausland, wo die Kraftstoffpreise deutlich niedriger sind als in Deutschland.

Nur in einzelnen Fällen, falls dies überhaupt eine Alternative darstellt, werden Transporte auf den kombinierten Verkehr, die Bahn und die Binnenschifffahrt verlagert. Genannt wurden aber auch das Zurückfahren von Investitionen und der Abbau von Mitarbeitern.

Ein Großteil der Befragten erwartet für die Verkehrsbranche mittelfristig erhebliche strukturelle Veränderungen. Sie gehen davon aus, dass gerade auch viele mittelständische Familienunternehmen schließen müssen. Dies gilt für den Straßengüterverkehr ebenso wie für das Busgewerbe. Gewinner werden große Anbieter sein, die international agieren und in Konzerne eingebunden sind. Diese Global Player werden weitere Marktanteile hinzubekommen. Zunehmen wird auch die Zahl der Kleinstbetriebe, d.h. der Ein-Mann-Unternehmen, die aber nicht selbst akquirieren, sondern als Subunternehmer für größere Anbieter fahren.

IHK-Hauptgeschäftsführer Achim Rummel rät den Betroffenen drin-gend das Gespräch mit ihren Geschäftspartnern zu suchen: "Die Auftraggeber müssen sich überlegen, ob eine kurzfristige Kosteneinsparung den Verlust eines zuverlässigen Transportunternehmens rechtfertigt." Gefordert sei aber auch die Politik, so Rummel weiter: "Angesichts der dramatischen Lage im Transportgewerbe muss die geplante Mauterhöhung zum Januar 2009 ausgesetzt werden." Die Kammern in Baden -Württemberg haben daher Ministerpräsident Oettinger aufgefordert, im Bundesrat gegen die Mauterhöhung zu stimmen.
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