Donnerstag, 19. Juli 2018


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Zusammenarbeit lohnt sich!

Detmold, (lifePR) - "Unternehmen müssen verstärkt mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, um ihre Innovationskraft zu erhalten und auszubauen." Davon ist Matthias Carl, stellvertretender Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) überzeugt. Der rasante Wissenszuwachs und Technologiefortschritt sowie zukünftige Produktionsanforderungen ließen sich sonst gerade von mittelständischen Unternehmen kaum noch bewältigen. Die IHK Lippe wollte deswegen in einer Online-Umfrage von lippischen Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen wissen, wie die Kooperation mit Hochschulen klappt.

Mehr als ein Drittel der 118 teilnehmenden Unternehmen hat bereits mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen zusammen gearbeitet. Über 45 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Technologietransfer für das eigene Unternehmen zukünftig wichtiger wird. Es sei deshalb kein Wunder, so Carl, dass sich in Zukunft insgesamt zwei Drittel der Unternehmen eine Kooperation mit der Wissenschaft vorstellen können. Im verarbeitenden Gewerbe und bei technischen Dienstleistungen sei dieser Anteil besonders hoch.

Besonders häufig arbeiten die befragten Unternehmen mit den regionalen Hochschulen zusammen. Einsam an der Spitze ist hier die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, mit der über 70 Prozent der "transfererfahrenen" Unternehmen zusammenarbeiten. Insgesamt zeigen sich die Unternehmen sehr zufrieden mit den Leistungen der Hochschulen. Zum einen seien die Wissenschaftler unabhängig von der Größe des Unternehmens sehr kooperationswillig. Das Engagement in den meisten Projekten sei hoch, das Zeit- und Projektmanagement klappe, die Ergebnisse stimmten und brächten den Unternehmen einen hohen Nutzen. "Die Zusammenarbeit lohnt sich also!", so Carl.

Einziger Wermutstropfen: Die Hälfte der Unternehmen kritisiert, dass die Wissenschaftsvertreter eine andere Sprache sprechen und die unternehmerischen Bedürfnisse nicht kennen. "Für das Gelingen des Technologietransfers ist es also unabdingbar, dass sich die Partner gegenseitig kennen- und vertrauen lernen", interpretiert Carl das Ergebnis. Dies wird dadurch bestätigt, dass die Unternehmen in der Regel den Kontakt direkt und nicht über Dritte suchen.

Über 80 Prozent der Unternehmen hoffen, dass sie durch die Zusammenarbeit zukünftige Fachkräfte kennenlernen. Aus diesem Grund werden Praktika und Abschlussarbeiten im Unternehmen als Transferinstrumente besonders häufig genannt. Aber auch die gute technische Ausrüstung lockt viele Unternehmen in die Hochschulen. Über 60 Prozent der Unternehmen nutzen entsprechende Dienstleistungen. Ähnlich hohe Bedeutung hat der eigentliche Transfer von Know-how in den Betrieb.

Ein ganz anderer Ansatz zur Nachwuchssicherung steckt nach Einschätzung von Carl noch in den Kinderschuhen: "Wenn mehr Unternehmen als bisher durch Dozententätigkeiten, die Entsendung von Beschäftigten an die Hochschule oder den Betrieb gemeinsamer Forschungseinrichtungen Präsenz in den Hochschulen zeigten, könnte der Transfer von der Wirtschaft in die Wissenschaft nachhaltig gestärkt werden."

Alle Ergebnisse und Grafiken:
www.detmold.ihk.de/datei/doc/6001

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