Mittwoch, 21. Februar 2018


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IHK: Zusätzliche Last für die Unternehmen der Region

Stellungnahme zur Erhöhung des Mindestlohns

Halle (Saale), (lifePR) - Die Industrie- und Handelskammer Halle- Dessau (IHK) fürchtet negative Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, wenn der gesetzliche Mindestlohn wie vorgeschlagen auf 8,84 Euro erhöht wird. „Es ist überhaupt nicht ausgemacht, dass die Unternehmen im südlichen Sachsen-Anhalt weiterhin glimpflich davonkommen“, sagt Prof. Dr. Thomas Brockmeier, IHK-Hauptgeschäftsführer. Bisher sei es in vielen Branchen gelungen, die gestiegenen Lohnkosten über eingeschränkten Service oder höhere Preise an die Kunden weiterzugeben. „Diese haben das zwar bisher hingenommen, weil sie anderswo – zum Beispiel an der Zapfsäule – weniger bezahlen mussten. Aber es wird nicht dauerhaft so bleiben.“ Auch Sparpotenziale der Unternehmen an anderer Stelle dürften ausgereizt sein, schätzt Brockmeier.

Die Mindestlohnkommission hatte am Dienstag vorgeschlagen, den Stundensatz von bisher 8,50 auf 8,84 Euro zu erhöhen. „34 Cent mehr, das klingt zunächst nach wenig. Aber in der Summe könnte der Preis für unsere Region schon mittelfristig viel zu hoch sein“, warnt Brockmeier. Voraussichtlich 15 bis 20 Prozent der Löhne müssten erhöht werden. In vielen Unternehmen stiegen die Kosten in kurzer Zeit zum wiederholten Mal. Die IHK wisse aus ihren regelmäßigen Umfragen: In der Region sind davon vor allem die Gastronomie, der Handel und das Verkehrsgewerbe negativ betroffen. „Wir müssen feststellen, dass die sachsen-anhaltische Wirtschaft trotz der bisher sonnigen Konjunktur kaum wächst und aufholt“, erklärt Brockmeier. Wenn allerdings auf die Bleiweste der Unternehmen noch weitere Gewichte kommen, dürfe sich niemand wundern. „Und falls die Konjunktur angesichts der aktuell unruhigen Weltwirtschaftslage einbrechen sollte, dann wird es für die Unternehmen hierzulande richtig schwer.“

 

 

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