Die meisten Azubis im Land lernen ihren Wunschberuf

IHK-Umfrage unter Auszubildenden in Sachsen-Anhalt

(lifePR) ( Magdeburg / Halle, )
Vier von fünf sachsen-anhaltischen Azubis bekommen eine Lehrstelle in ihrem Wunschberuf. Dies zeigt eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHKn) im Land unter 1.134 Auszubildenden, die gerade ihr erstes Lehrjahr abschließen. Danach überwiegt der Anteil der gewerblich-technischen Berufe mit 58 Prozent leicht. Besonders hilfreich bei der Suche, so meinte mehr als die Hälfte der Befragten, seien vorherige Praktika im Betrieb gewesen. Gefunden wurde der geeignete Ausbildungsbetrieb vor allem über die Medien oder die Agentur für Arbeit – aber nicht nur: Jeder dritte Azubi bekam den entscheidenden Tipp von seinen Eltern.

Fast die Hälfe der Jugendlichen unterschrieb bereits bis März 2015 beim Ausbildungsunternehmen – also knapp ein halbes Jahr vor Vertragsbeginn. Nur bei einem Fünftel der Befragten kam hingegen die Zusage kurzfristig – im Juli oder später. „Dies zeigt, dass viele Unternehmen bereits frühzeitig um die Jugendlichen werben“, erläutert Carola Schaar, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der sachsen-anhaltischen IHKn. „Die besondere Kunst besteht dann darin, die Jugendlichen bis zum Ausbildungsstart bei der Stange zu halten.“

Weil die Lage auf dem Lehrstellenmarkt angespannt ist, mussten die meisten Auszubildenden nicht lange suchen. So kamen 38 Prozent mit einer bis fünf Bewerbungen aus, die Hälfte brauchte bis zu zehn. Jeder Zehnte musste allerdings mehr als 40 Bewerbungen schreiben.

Fast zwei Drittel der Azubis besitzen einen Realschulabschluss, knapp ein Viertel haben ein Abitur und 15 Prozent einen Hauptschulabschluss. Klaus Olbricht, Präsident der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, ergänzt: „Besonders hervorzuheben ist, dass es Jugendlichen mit einem Hauptschulabschluss am schnellsten gelang, eine Zusage für einen Ausbildungsplatz zu erhalten.“ Mehr als die Hälfte bekomme bereits bei bis zu fünf Bewerbungen eine positive Rückmeldung. „Unsere Umfrage belegt also: Hauptschüler haben durchaus gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt“, so Olbricht.

 
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