Sonntag, 22. April 2018


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Wirtschaft und Naturschutz im Einklang

Wirtschaft lobt Entscheidung der Bund-Länder-Runde zur Zukunft der Elbe als Schifffahrtsweg

Dresden, (lifePR) - In der Bund-Länder-Runde wurde heute das sogenannte „Gesamtkonzept Elbe“ beschlossen, ein Masterplan für das langfristige Schicksal des Flusses.

Nach Meinung von Dr. Günter Bruntsch, Präsident der IHK Dresden, kann das beschlossene Konzept gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, da es sowohl von der Wirtschaft, als auch von Umweltverbänden, den betroffenen Bundesländern sowie dem Bund gemeinsam auf den Weg gebracht und im Konsens fertiggestellt wurde. „Nach langwierigen Verhandlungen ist es gelungen, einen tragfähigen Kompromiss zu erzielen, der eine wirtschaftliche Nutzung der Elbe einerseits und eine weitest gehende Bewahrung des Naturraumes Elbe andererseits ermöglicht“ so Bruntsch.

Mit der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) hat ein wichtiges Wirtschaftsunternehmen seinen Sitz an der Elbe in Dresden. Heiko Loroff, Geschäftsführer der SBO, zum heutigen Beschluss: „Jetzt haben wir die Grundlage für Investitions- und Planungssicherheit. Mit dem Konzept im Rücken können die auf der Elbe tätigen Binnenschifffahrtsunternehmen und Hafenbetreiber in moderne Technik investieren, da die Elbe wieder zu einem nutzbaren Schifffahrtsweg gestaltet werden kann. Das war bislang unmöglich und hat eine moderne, zugleich wirtschaftliche und ökologische Elbschifffahrt unmöglich gemacht. Das Konzept stellt so gleichzeitig ein wichtiges Stück Zukunftssicherung für die Häfen vom tschechischen Lovosice über Rosslau bis nach Hamburg dar. Nunmehr geht es darum dass nachfolgend die Fragen zur Umsetzung und Entwicklung in weiterem Konsens geklärt werden.“

Hintergrund:

Im Rahmen des beschlossenen Gesamtkonzeptes wird auf der Elbe zwischen den Flusskilometern 508 bis 521 durch entsprechend Maßnahmen der Erhalt der ökologisch wertvollen Uferlandschaften in Verbindung mit einer funktionierenden Schifffahrt ermöglicht. Ähnliches gilt für die sogenannte Erosionsstrecke in Sachsen-Anhalt, wo das Sohlstabilisierungskonzept für die Elbe eine besondere Rolle spielt. Gegenstand des Konzeptes sind nicht nur Fragen der Schiffbarkeit und des Umweltschutzes sondern auch das Hochwassermanagement des Flusses. Ein Umstand, der angesichts der Erfahrungen der Jahre 2002 und 2013 von großer Wichtigkeit ist. Für die Elbschifffahrt ist die erreichte Übereinkunft der zu gewährleistenden Fahrtrinnentiefe ab Dresden flussabwärts von mindestens 1,40 Metern plus 20 Zentimetern Flottwasser ein besonders wichtiger Aspekt des Gesamtkonzeptes.

Industrie- und Handelskammer Dresden

Die Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) ist mit 96.000 Mitgliedern aus den Branchen Industrie, Handel, Dienstleistungen, Verkehr, Bau, Hotellerie und Gastronomie der größte Interessenvertreter der regionalen Wirtschaft im Direktionsbezirk Dresden. Bei einer jährlichen Wirtschaftsleistung von mehr als 20 Milliarden Euro verantworten die IHK-Unternehmen rund 350.000 Arbeits- und über 12.000 Ausbildungsplätze. Neben der Hauptgeschäftsstelle in Dresden ist die IHK in Bautzen, Kamenz, Görlitz, Zittau und Riesa vertreten. Seit 1991 ist sie neben 78 IHKs deutschlandweit Mitglied des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin.

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