Donnerstag, 19. Oktober 2017


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IHK-Konjunkturumfrage Frühjahr 2015: Sächsische Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Chemnitz/Dresden/Leipzig, (lifePR) - In der sächsischen Wirtschaft setzt sich das Stimmungshoch nach einem starken Wirtschaftswachstum im Vorjahr weiter fort. Dies zeigen die aktuellen Einschätzungen von 1.467 Unternehmen aus Industrie, Baugewerbe, Einzel- und Großhandel, Dienstleistungen und Verkehr mit ca. 95.000 Beschäftigten.

91 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage mit gut oder befriedigend. Zwar sind damit die Unternehmen im Freistaat mit ihrer Geschäftslage etwas weniger zufrieden als zum Jahresbeginn, erfreulicherweise fallen aber die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate deutlich günstiger aus als zuletzt. Die Skepsis hat nach der Talfahrt im letzten Jahr deutlich abgenommen. So erwarten aktuell 21 Prozent (Vorumfrage:18 Prozent) der Unternehmen eine Verbesserung ihrer Geschäfte, nur elf Prozent (17 Prozent) eine Verschlechterung.

Der IHK-Geschäftsklimaindex, der die Einschätzung zur aktuellen Lage und zu den Erwartungen in sächsischen Unternehmen gleichrangig berücksichtigt, verbessert sich zum zweiten Mal in Folge auf derzeit 123 Punkte.

Die Branchen

Trotz rückläufiger Erträge sind in allen Wirtschaftsbereichen die Anteile der Firmen mit guter Geschäftslage nach wie vor deutlich höher als die mit einer schlechten wirtschaftlichen Situation. Am positivsten fallen die Einschätzungen bei den Dienstleistern, im Bau und in der Industrie aus.

Nach dem Allzeithoch in der Vorumfrage sinkt zwar das Lagebarometer im Dienstleistungsgewerbe etwas, aber die Stimmung ist so gut wie noch nie im Frühjahr. Die Geschäftsaussichten legen deutlich zu. Im sächsischen Baugewerbe bleiben die Bewertungen der Lage und Erwartungen trotz der aktuellen Frühjahrsbelebung hinter denen im sehr erfolgreichen Jahr 2014 zurück. Nach den Boomjahren ist die Branche auf dem Weg der Normalisierung. Die stabile Auftragslage im Inland und die wieder wachsende Nachfrage aus dem Ausland wirken sich hingegen positiv auf die Einschätzungen in der Industrie aus. So fallen hier die Lagebewertungen als auch die Prognosen besser aus als zuletzt. Sachsens Industrie bleibt damit weiterhin wichtigster konjunktureller Impulsgeber im Freistaat. Trotz rückläufiger Umsätze und Erträge ist die Mehrzahl der befragten Einzelhändler dank der anhaltend guten Konsumlaune weiterhin zufrieden. Wie im Einzelhandel fallen bei den sächsischen Großhändlern nach einem starken letzten Quartal 2014 die aktuellen Lagebewertungen etwas zurückhaltender aus. Im Gegensatz dazu werden in beiden Handelsbereichen wieder mehr positive als negative Geschäftsprognosen abgegeben. Im Verkehrsgewerbe laufen die Geschäfte wieder besser. Nach der Stabilisierung der Auftragslage blicken die Verkehrsunternehmen wieder optimistischer in die Zukunft.

Investition und Beschäftigung

Die Investitionsplanungen verharren trotz der optimistischen Geschäftsprognosen auf dem Niveau der Vorumfrage. 62 Prozent (Vorjahr: 65 Prozent) der befragten Unternehmen planen zunehmende oder gleichbleibende Investitionsausgaben.

Entsprechend der zurückhaltenden Beschäftigtenprognosen schwächte sich der Personalaufbau zuletzt ab. Aktuell planen nur zehn Prozent (Vorumfrage: 15 Prozent) der Unternehmen mit kleineren Belegschaften, während 18 Prozent (Vorumfrage: 17 Prozent) mehr Personal einstellen wollen. Damit steigt das Beschäftigungsbarometer von zwei auf acht Punkte.

Das Risikoradar

Der zuversichtliche Ausblick ist gleichwohl mit Gefahren behaftet. So berichten schon jetzt viele Unternehmen von rückläufigen Erträgen. Dabei belasten vor allem die gestiegenen Personalkosten die Kostenseite der Unternehmen. Im Risikoradar stehen die Arbeitskosten aktuell mit 48 Prozent der Nennungen ganz vorn. Hauptursache dafür dürfte die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns sein, der in vielen Unternehmen zu steigenden Kosten geführt hat. Dem folgend rangieren die Binnennachfrage und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (jeweils 40 Prozent) auf den Plätzen zwei und drei. Zudem berichten wieder mehr Unternehmen von einem Fachkräfteengpass.

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