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Pressemitteilung BoxID: 410972 (Industrie- und Handelskammer Dresden)
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IHK-Konjunkturumfrage Frühjahr 2013: Frühjahrsbelebung weckt Optimismus

(lifePR) (Chemnitz/Dresden/Leipzig, ) Auftrags- und Umsatzrückgänge machen einer Vielzahl sächsischer Unternehmen, nicht nur saisonal bedingt, zu schaffen. Deshalb hat die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage in allen Wirtschaftsbereichen in den ersten Monaten des Jahres 2013 weiter nachgegeben. Die Frühjahrskonjunktur weckt aber auch Optimismus. So fallen die Prognosen in allen Wirtschaftsbereichen zuversichtlicher aus als zu Jahresbeginn. Da die Lagekomponente aber stärker sinkt als die Erwartungen steigen, vermindert sich der IHK-Geschäftsklimaindex von 116 Punkten zu Jahresbeginn auf 114 Punkte. Im Ergebnis der Befragung unter 1.713 Mitgliedsunternehmen mit zusammen rund 80.400 Beschäftigten dürfte in den kommenden Monaten mit einer eher verhaltenen konjunkturellen Dynamik zu rechnen sein.

Über alle Wirtschaftsbereiche bewerten 35 % der Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage mit "gut", zu Jahresbeginn 2013 waren es noch 44 %. Zudem stieg der Anteil der Firmen mit schlechter Geschäftslage von 11 auf 16 %. Industrie, Bau und Dienstleistungsgewerbe geben zwar per Saldo die besten Lageurteile ab, die Stimmungsabkühlung ist aber auch hier nicht zu übersehen. Das außenwirtschaftliche Umfeld ist nach wie vor schwierig und verunsichert weiter, die Investitionsneigung ist verhalten. Zudem belasten saisonale Einflüsse das Geschäftsklima, in diesem Jahr vor allem auf Grund des lang anhaltenden Winters.

Dass die Nachfrageschwäche im Inland durchaus problematisch ist, dokumentiert das Risikoradar der sächsischen Wirtschaft, denn hier belegt die Inlandsnachfrage erstmals Platz 1 noch vor den Energie- und Kraftstoffpreisen sowie den Arbeitskosten.

Die Geschäftserwartungen sind hingegen in allen Wirtschaftsbereichen erneut zuversichtlicher. So erhöht sich der Anteil der Unternehmen mit optimistischen Geschäftsaussichten im Vergleich zum Jahresbeginn von 20 auf 23 %, während der Anteil der Pessimisten von 18 auf 13 % sinkt. Am optimistischsten ist die Bauwirtschaft, aber auch in der Industrie und im Dienstleistungsgewerbe hellen sich die Prognosen auf.

Bei 73 % der Unternehmen besteht die Absicht, ihre Personalbestände beizubehalten (Jahresbeginn 2013: 71 %). Nahezu unverändert sind ebenso die Anteile der Firmen mit Personalabnahme (11 %) bzw. -zunahme (16 %). Die Dienstleistungswirtschaft hat dabei die größte Beschäftigungsnachfrage, hier beabsichtigt jede fünfte Firma Neueinstellungen. Die Nachfrage nach Fachkräften hat sich insgesamt konjunkturell bedingt etwas abgeschwächt.

Obwohl die Zuversicht wieder wächst, bleibt das Investitionsengagement verhalten. Zu unsicher ist derzeit noch die Auftragssituation in vielen Branchen, als dass wieder ein spürbarer Investitionsschub einsetzen könnte. Ersatzbeschaffungen bleiben entsprechend das Hauptmotiv. Zudem wächst der Anteil der nicht investierenden Firmen von 18 auf 27 %.