Montag, 18. Dezember 2017


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IHK-Dresden stellt neuen "Handelsatlas" für den Kammerbezirk vor

Konstanter Flächenausstattung im Einzelhandel steht deutlich gestiegene Kaufkraft gegenüber

Dresden, (lifePR) - Die IHK-Dresden stellt am 25. November 2015 im Simmel-Center-Dresden, dem ehemaligen DVB-Hochhaus am Albertplatz, den neuen Handelsatlas für den IHK-Bezirk Dresden vor.

Die sechste Auflage beinhaltet der neben Wirtschaftszahlen und Kaufkraftkennziffern die Daten von rund 12.000 Einzelhandelsgeschäften der Landeshauptstadt Dresden sowie der Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, unterschieden nach Verkaufsflächen, Betriebstypen und Sortimentsstruktur.

Die flächendeckend erhobenen Daten sind übersichtlich nach Orten, Städten, Landkreisen und Gesamtregion gegliedert. Zudem werden sie mittels Grafiken und kartografischen Darstellungen aussagestark veranschaulicht. Erneut kamen dafür moderne Geoinformationssysteme (GIS) zum Einsatz. Auch in der aktuellen Ausgabe kommt der Darstellung des Lebensmitteleinzel-handels für die Nahversorgung eine herausgehobene Rolle zu.

Die Fakten:


Die Verkaufsflächen im IHK-Bezirk Dresden haben sich seit der letzten Erhebung 2010 um 2,1 % auf rund 2.570.000 m² verringert. Während Dresden (+ 5,3 %) und der Landkreis Görlitz (+ 0,4 %) Zuwächse verzeichnen, kam es zu Reduzierungen in den Landkreisen Meißen (- 5,3 %), Bautzen (- 8,2 %) und Sächsische Schweiz – Osterzgebirge (- 10,2 %).
Je Einwohner beträgt die Einzelhandelsfläche 2015 im IHK-Bezirk 1,62 m² (2010: 1,61 m²), wobei der Landkreis Görlitz mit 1,72 m² die größte Pro-Kopf-Flächenausstattung aufweist, der Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge mit 1,31 m² die geringste.   
Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte im IHK-Bezirk verringerte sich seit 2010 um 4,3 % auf 23.818 (incl. Betriebsstätten). Parallel dazu stieg jedoch die Zahl der sozialversiche-rungspflichtig Beschäftigten im Einzelhandel um 6,8 % auf 69.414.
Im Branchenmix des Einzelhandels entfallen im IHK-Bezirk 43 % der Flächen auf überwie-gend kurzfristigen Bedarf (Lebensmittel, Drogerie, Zeitschriften, Blumen etc.), 34 % auf überwiegend mittelfristigen Bedarf (Kleidung, Hausrat, Spielwaren etc.) und 23% auf überwiegend langfristigen Bedarf (Möbel, Unterhaltungselektronik, Haushaltgeräte etc.).
Die Einzelhandelsrelevante Kaufkraft, d. h. der Teil der Gesamtkaufkraft, der nach Abzug der Kosten für Miete, Hypothekenzinsen, Versicherung, Kfz, Reisen und sonstige Dienst-leistungen für den Einzelhandel zur Verfügung steht, hat sich im IHK-Bezirk seit 2010 um 17,2 % auf 5.706 € erhöht. Der Zuwachs fällt in Dresden und den Landkreisen fast überall gleich hoch aus. Die Kaufkraft im IHK-Bezirk liegt damit leicht über dem sächsischen Durch-schnitt von 5.676 € und erreicht knapp 91,4 % des Bundesdurchschnitts von 6.246 €.
Von 100 € Einzelhandelskaufkraft gibt jeder Einwohner im IHK-Bezirk 59 € für Waren des überwiegend kurzfristigen Bedarfs aus, 23 € für Waren des überwiegend mittelfristigen Bedarfs und 18 % für Waren des überwiegend langfristigen Bedarfs. Damit hat sich das Ausgabeverhalten seit 2010 quasi nicht verändert.
Im Lebensmittelbereich haben sich die Verkaufsflächen im IHK-Bezirk seit 2010 von rund 821.000 m² auf 815.000 m² verringert. Die Zahl der Geschäfte ist parallel dazu um 511 auf jetzt 3.953 gesunken.


Das Fazit:        


Im sächsischen Maßstab weist der IHK-Bezirk Dresden im Verhältnis zu seiner Einwohner-zahl die geringste Ausstattung mit Einzelhandelsflächen (1,61 m²). Im IHK-Bezirk liegt der Wert mit 1,63 m² leicht, im IHK-Bezirk Chemnitz mit 1,79 m² deutlich darüber.
Der vorherrschende Branchenmix aus kurz-, mittel- und -langfristigen Angeboten ist in Dresden ausgewogen, und hat sich seit der letzten Erhebung 2010 lediglich leicht zu Gunsten von Waren des überwiegend mittelfristigen Bedarfs verschoben.
Eine deutlich gestiegene Kaufkraft, ein nur leichter Rückgang der Einwohnerzahl, weniger Mitbewerber aufgrund von Geschäftsaufgaben, anhaltende Beliebtheit bei Touristen, sowie zusätzliche Konsumenten aus Polen und Tschechien ermöglichen dem stationären Einzelhandel in der Breite ein auskömmliches Geschäft.


Die Quelle


Der IHK-Handelsatlas spiegelt in der Summe aller Auswertungen die Situation der regionalen Handelslandschaft wie keine andere Analyse wider. Er wird damit zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel bei der Einschätzung der standortbezogenen Versorgungs- und Wettbewerbssituation sowie zu einer wichtigen Beurteilungsgrundlage bei der Bewertung von Ansiedlungsbegehren. Der Handelsatlas kann gegen eine Schutzgebühr von 25,- € zzgl. MwSt. bei der IHK- Dresden als CD-Version erworben werden. Ansprechpartnerin ist Frau Kerstin Degenkolbe, Tel.: (0351) 2802-131 bzw. E-Mail: degenkolbe.kerstin@dresden.ihk.de

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