Sonntag, 19. November 2017


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IHK Dresden senkt auch 2012 rückwirkend die Beiträge

Dresden, (lifePR) - Die Vollversammlung der IHK Dresden hat auch für das Jahr 2012 eine rückwirkende Senkung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. So wird der bisher geltende Hebesatz für den Umlagebeitrag auf den Gewinn bzw. Gewerbeertrag für 2012 von 0,12 % auf 0,09 % gesenkt.

Die Kammer beziffert das Volumen dieser Beitragssenkung auf rund 695.000 Euro, die den Mitgliedsfirmen bei der Beitragserhebung für 2013 als Gutschrift angerechnet werden. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Detlef Hamann nennt als Ursache für diese Beitragssenkung sowohl höhere Erträge aus der Beitragsabrechnung der Vorjahre als auch einen effizienten Mitteleinsatz im laufenden Jahr; diese Effekte sollen den Mitgliedsfirmen zeitnah zu Gute kommen. Laut Hamann "...bleibt die Kammer bei ihrem Grundsatz, nicht mehr an Beiträgen zu erheben, als für eine effiziente Aufgabenwahrnehmung erforderlich ist."

Zu weiteren Finanzierungsquellen der Kammer gehören Gebühren für Aufgaben im Bereich der wirtschaftlichen Selbstverwaltung, Entgelte und Finanzerträge. Die Jahresabschlüsse der Kammer werden schon seit mehreren Jahren im Internet veröffentlicht.

Bereits im Jahr 2011 hatte sich die IHK-Vollversammlung für eine rückwirkende Beitragssenkung ausgesprochen. Bei dem damaligen Beschluss handelte es sich um einen Betrag von 619.000 Euro. Betroffen waren davon rund 17.500 beitragspflichtige Mitgliedsunternehmen.

Wie funktioniert der IHK-Beitrag?

Das bundesweite IHK-Gesetz sieht vor, Mitgliedsbeiträge als Grund- und Umlagebeiträge zu erheben. Mit den Grundbeiträgen soll die Finanzierung der Kammer auf eine große Zahl von Mitgliedsunternehmen verteilt werden, mit den Umlagebeiträgen sollen wirtschaftlich leistungs-fähigere Mitgliedsunternehmen einen größeren Beitrag dazu leisten. Umlagebeiträge werden als prozentualer Anteil am Gewinn bzw. Gewerbeertrag ermittelt. Grundbeiträge können eben-falls in Abhängigkeit von der Leistungskraft gestaffelt werden.

Welche Unterschiede gibt es?

Der Gesetzgeber unterscheidet wegen unterschiedlicher Gewinnermittlungsarten zwischen nicht in das Handelsregister eingetragene Gewerbetreibende (Kleingewerbetreibende) und Personengesellschaften einerseits sowie in das Handelsregister bzw. vergleichbare Register eingetragene Gewerbetreibende andererseits.

Wann entsteht eine Beitragspflicht?

Für Kleingewerbetreibende entsteht eine Grundbeitragspflicht erst, wenn der jährliche Gewinn 5.200 Euro übersteigt. Ein Umlagebeitrag wird nur auf den Gewinn erhoben, der den Freibetrag von 15.340 Euro übersteigt. Für Handelsregisterfirmen gelten diese Regelungen nicht.

Wie haben sich die Grund- und Umlagebeiträge bei der IHK Dresden entwickelt?

Seit dem Jahr 2001 liegen die Grundbeiträge bei Kleingewerbetreibenden unverändert zwischen 25 und 130 Euro pro Jahr, bei Handelsregisterfirmen zwischen 130 und 5.110 Euro pro Jahr. Die Umlagebeiträge betrugen von 2001 bis 2010 0,14 % des Gewinns/ Gewerbeertrags und seit 2011 0,09 %. Sie gehören damit zu den niedrigsten Beiträgen im Bundesvergleich.

Warum werden rückwirkende Beitragssenkungen mit kommenden Beitragsveranlagungen verrechnet und nicht einfach zurücküberwiesen?

Eine direkte Rückzahlung ist mit vertretbarem Aufwand nicht möglich, hierzu müssten für 17.000 bis 18.000 Beitragszahler die Bankverbindungen ermittelt und entsprechende Überweisungen vorgenommen werden. Daher werden Guthaben mit den Beitragsforderungen für 2013 - im Regelfall im Monat März - verrechnet. Besteht 2013 keine Beitragspflicht, so wird ein bestehendes Guthaben im Einzelverfahren erstattet.

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