Hochkonjunktur am Ausbildungsmarkt

IHK Unternehmen mit 3 Prozent Lehrstellenplus

(lifePR) ( Dresden, )
Trotz Sommerlochs und Ferienzeit herrscht in diesen Wochen Hochkonjunktur am Ausbildungsmarkt. Wenige Wochen bevor die allermeisten Berufsausbildungen starten, haben die Verantwortlichen bei der IHK und in den Unternehmen alle Hände voll zu tun. Es müssen Ausbildungsverträge geprüft und registriert werden, teilweise Stellen nachbesetzt, da der ursprüngliche Kandidat es sich anders überlegt hat, oder man ist noch auf der Suche nach passenden Bewerbern.

Besser geht es da den Unternehmen, die ihre Verträge bereits unter Dach und Fach haben - und das sind in diesem Jahr erneut mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. So wurden bei der IHK Dresden per 31. Juli 3.213 neue Verträge abgeschlossen, was einem Plus von 3,3 % entspricht.

Zwischen den Branchen lassen sich deutliche Unterschiede erkennen. So steigerte der Handel als zweitstärkstes Berufsfeld die Vertragszahlen um 11,4 % und reichte bis dato 647 Ausbildungsverträge bei der IHK ein. So gut hat das Bewerber Recruiting sonst in keiner anderen Branche funktioniert. "Dem Handel kommt einfach die Bekanntheit der Berufe und der Ausbildungsunternehmen zu Gute - außerdem gehen die Unternehmen auch immer mehr Kompromisse ein. Wenn jemand in der Schule nicht so tolle Noten hatte, kann dies in einigen Fällen mit persönlicher Eignung, Fleiß und Motivation wieder ausgeglichen werden " - erklärt Thorsten Köhler, Geschäftsführer Bildung der IHK Dresden.

In der Metallbranche - mit 774 Verträgen, das stärkste Berufsfeld - liegt die Steigerung gegenüber 2014 bei 1,4 %. Obwohl der Bedarf in dieser Branche viel höher ist, kämpfen die Unternehmen hier mit dem Trend, dass sich Bewerber tendenziell weniger für die Produktion interessieren und - insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen - mit dem geringen Bekanntheitsgrad ihres Unternehmens. "Unsere Kunden sind Betriebe der Elektrotechnik, Elektronik, Medizintechnik, Laborgeräteindustrie, Feinwerktechnik und aus dem Maschinenbau. Für diese konstruieren und fertigen wir kundenspezifische Blechteile, Baugruppen und komplette Geräte - klar, dass unser Name bei Schulabgängern nicht so bekannt ist, wie der eines Lebensmitteldiscounters", erklärt Volker Wahl, Geschäftsführer der WaCo Gerätetechnik

GmbH aus Dresden die Situation. "Um im Wettbewerb bestehen zu können, brauchen wir auch in Zukunft gut ausgebildete Konstruktionsmechaniker. Daher haben wir in diesem Jahr drei statt wie in den vergangenen Jahren zwei Auszubildenden einen Ausbildungsvertrag gegeben. Außerdem bilden wir dieses Jahr erstmals auch im zweijährigen Beruf "Fachkraft für Metalltechnik" aus und bieten so auch einem Hauptschüler einen Ausbildungsplatz. Ebenfalls das erstmalig bilden wir dieses Jahr im Büro aus. In diesem Bereich war es deutlich einfacher gute Bewerbungen zu erhalten. Bei den Metallberufen haben wir mit Hilfe der IHK Dresden geeignete Azubis gefunden" beschreibt Wahl sein Engagement in Sachen Ausbildung.

Nach wie vor gibt es noch eine große Zahl offener Stellen für einen Ausbildungsbeginn 2015. Freie Plätze in der Metalltechnik wie aber auch in vielen weiteren Branchen sind in der IHK-Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de zu finden. Außerdem bietet die IHK Dresden am 8. September wieder ein Azubi-Speed-Dating an, bei dem suchende Unternehmen und Bewerber die Chance haben, sich unkompliziert kennenzulernen. Mehr Information dazu unter www.dresden.ihk.de/azubi-speed-dating
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