Sonntag, 22. April 2018


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Verkehrsinfrastruktur weiterhin ein Standortnachteil für die Region

Chemnitz, (lifePR) - Zu ihrer letzten Zusammenkunft hat die Regionalversammlung Erzgebirge der IHK Chemnitz ihre Forderung für eine leistungs- und zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur untermauert. Neben der demografischen Entwicklung ist sie die wichtigste Voraussetzung für einen konkurrenzfähigen Wirtschaftsstandort.

Der nun endlich erfolgte Startschuss für den Ausbau der Mönchsbadkreuzung an der B 95 und der S 222 wird von Seiten der Wirtschaft begrüßt. Allerdings ist bei einer Reihe von Maßnahmen kein Fortschritt zu erkennen. Präsident Gert Bauer betont: "Kritisch betrachten wir den Landesverkehrsplan 2025 (LVP), wo wesentliche Forderungen und Hinweise der Wirtschaft und der Region nicht berücksichtigt wurden." Eine spürbare Verbesserung der infrastrukturellen Hauptachsen wie z. B. der B 101 als bedeutende Ost-West-Verbindung im Erzgebirgskreis ist nicht zu erkennen, ebenso die notwendige Verbesserung der B 101 an die A 72 in Aue.

Die jetzt diskutierte kurzfristige Variante Ausbau im Bestand in Lauter und Aue kann nur ein erster Schritt sein. Dabei ist es wichtig, dass wir in naher Zukunft (max. 2 Jahre) diesen Ausbau im Bestand auch erleben.

Nicht bekannt ist der Bearbeitungsstand der B 101 OU Schlettau und Annaberg-Buchholz. "Mit Beginn der Fördertätigkeit im Bergwerk Hammerunterwiesenthal sind die geforderten Maßnahmen an den Verkehrsachsen nach Aue dringend erforderlich aber zurzeit für uns leider nicht ersichtlich", ergänzt Präsident Bauer. Wie geht es weiter bei der B 95 OU Burkhardtsdorf?

Mit der absehbaren Fertigstellung der A 72 Leipzig-Chemnitz und Anbindung an den Südverbund Chemnitz ist mit einer deutlichen Zunahme des Schwerlastverkehrs auf der B 174 Richtung Tschechien zu rechnen. Das bedeutet, kurzfristig müssen Lösungen für einen flüssigen Verkehr im Ampelbereich in Hohndorf und bei der Ortsdurchfahrt in Reitzenhain geschaffen werden.

Nach wie vor ist die bestehende Verkehrsinfrastruktur im Erzgebirge problematisch und ein Standortnachteil nicht nur für die gesamte Wirtschaft sondern auch für den Tourismus. Präsident Bauer dazu: "Die Wirtschaft im Erzgebirge spielt in der Champions League, die Verkehrsinfrastruktur hingegen spielt in der Regionalliga." Diese Situation kann nicht zufriedenstellen.

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