Montag, 20. November 2017


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Sächsische IHKs: Mehr eingetragene Ausbildungsverhältnisse im Vergleich zum Vorjahr

Trotzdem noch sachsenweit mehr als 5000 freie Plätze in der IHK-Lehrstellenbörse

Chemnitz/Dresden/Leipzig, (lifePR) - Zum 30. April 2012 - wenige Monate vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres - registrierten die drei Sächsischen Industrie- und Handelskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig insgesamt 3149 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. Das sind 291 Verträge mehr als vor einem Jahr und entspricht einer Steigerung von 10,2 Prozent. Den stärksten Zuwachs im Freistaat verzeichnete das Berufsfeld Verkehr/Transport: Während hier im Vorjahr zur gleichen Zeit 105 Ausbildungsverträge eingetragen waren, sind es in diesem Jahr bereits 206. Sachsenweite Spitzenreiter bei der Anzahl registrierter Ausbildungsverträge sind im gewerblich-technischen Bereich schon jetzt das Berufsfeld Metalltechnik und im kaufmännischen Bereich die Berufsfelder Handel sowie Hotel/Gastronomie. Auch für den in diesem Jahr modernisierten Beruf des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik liegen bereits Ausbildungsverträge vor.

"Wir freuen uns über die konstant hohe Ausbildungsbereitschaft der sächsischen Unternehmen. Sie sehen in der eigenen Ausbildung den Schlüssel zur Fachkräftesicherung. Dennoch wird die Zahl der Betriebe, die ihre angebotenen Ausbildungsstellen nicht besetzen können, zunehmen", so Dr. Thomas Hofmann, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Leipzig im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft der sächsischen IHKs. Die Ausweitung des Ausbildungsplatzangebotes der vergangenen Jahre insbesondere bei mittleren und großen Betrieben führt dazu, dass insbesondere kleinere Betriebe keine geeigneten Auszubildenden mehr finden. Dies ergab eine aktuelle Unternehmensbefragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum Thema Ausbildung.

Angaben des Statistischen Landesamtes zufolge verließen im Jahr 2011 insgesamt 21 816 Absolventen und Abgänger die allgemeinbildenden Schulen in Sachsen. Damit ging die Zahl der Schulentlassenen im Vergleich zum Vorjahr um rund 1 500 zurück. Die demografisch bedingte Verknappung des potenziellen Bewerberangebotes ist eine Ursache für die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt. Diese Lücke wird noch größer und damit für noch mehr Unternehmen problematisch, wenn sich mehr Schulabgänger für einen anderen Bildungsweg als die duale Ausbildung entscheiden oder nicht ausbildungsreif sind.

"Vor diesem Hintergrund heißt es jetzt alle Potenziale und Talente zu nutzen. Ein systematisches Zusammenwirken aller beruflichen Akteure - Schule, Eltern, Schüler, Unternehmen und Politik - ist erforderlich, um die Jugendlichen fit für die Ausbildung zu machen. Das betrifft sowohl ihren Wissensstand als auch ihre persönliche Reife", erklärt Hofmann. "Dazu gehört auch eine frühzeitige, praxisbezogene und nachhaltige Berufsorientierung, wie z. B. in Form von Schülerbetriebspraktika. So können sich die Jugendlichen nicht nur von der Vielfalt der Berufe ein Bild machen, sondern auch von der Attraktivität des Ausbildungsbetriebs bzw. der dualen Berufsausbildung überzeugen."

Dass die Lehrlingssuche zunehmend schwieriger wird, zeigt ein Blick in die Lehrstellenbörsen der drei sächsischen Industrie- und Handelskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig. Noch immer sind dort aktuell für den Freistaat mehr als 5000 unbesetzte Ausbildungsplätze in mehr als 100 verschiedenen IHK-Berufen zu finden (Vorjahr: rund 3400). Vor allem Unternehmen der Bereiche Hotel/Gastronomie, Handel, Metall/Elektro, Transport/Logistik sowie Bau suchen noch nach Bewerbern.

Die Lehrstellenbörsen der sächsischen IHKs unter: www.ihk-lehrstellenboerse.de

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