"Lehrer-Leere" an Berufsschulen

(lifePR) ( Chemnitz, )
Vor einem drohenden Lehrermangel an berufsbildenden Schulen warnen die Industrie- und Handelskammer Chemnitz, die Handwerkskammer Chemnitz sowie die Beruflichen Schulzentren aus Südwestsachsen anlässlich der Schulleitertagung, die am 24. November 2011 in der Handwerkskammer Chemnitz stattfand.

Bis 2030 wechseln drei von vier sächsischen Lehrkräften in den Ruhestand. "Es ist mit großer Sorgfalt und ohne Zeitverlust dafür zu sorgen, dass die in den nächsten Jahren ausscheidenden Lehrer, hier speziell die Lehrer an berufsbildenden Schulen, durch junge, gut ausgebildete Lehrer ersetzt werden. Das kann gerade in der sich verschärfenden Konkurrenzsituation mit anderen Bundesländern nur gelingen, wenn es der Freistaat Sachsen schafft, das gesellschaftliche Ansehen und die Attraktivität des Lehrerberufs zu steigern und konkrete Maßnahmen zur Lehrergewinnung auf den Weg zu bringen" so das Fazit der Tagung.

Ohne geeignete Maßnahmen wird sich nach Überzeugung des Fachgremiums der Lehrermangel an Beruflichen Schulzentren bereits bis 2020 verstärken, da eine Vielzahl von Lehrerinnen und Lehrern in den Ruhestand geht. Dies wird sich insbesondere in Berufsbereichen zeigen, wo die sächsische Wirtschaft und Verwaltung auf eine kontinuierliche Fachkräfteentwicklung angewiesen sind. So sind z.B. fehlende Lehrkräfte im Bereich Metall-/ Elektrotechnik /Informatik oder Gesundheit/ Pflege auch nicht durch Lehrkräfte aus anderen Berufsbereichen zu ersetzen. Um extremen Lehrermangel in bestimmten Bereichen zu verhindern, bedarf es einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen, die nur in ihrer Gesamtheit das gewünschte Ergebnis annähernd erreichen helfen, fordert die Schulleitertagung.

Eine Maßnahme und ein Fortschritt wären aus Sicht der Tagungsteilnehmer die Wiedereinführung der Lehrerausbildung an der TU Chemnitz. Schon 2009 hat die TU Chemnitz dazu ein Konzept zur Wiedereinführung der Lehramtsstudiengänge für Gymnasien und Berufsschulen erstellt. Dieses Konzept liegt dem SMWK und SMK in Dresden vor. Leider erfolgte dazu bisher keine Stellungnahme durch die Ministerien.
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