Donnerstag, 14. Dezember 2017


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Künstlersozialversicherung - IHK-Organisation für mehr Klarheit und weniger Bürokratismus

Chemnitz, (lifePR) - Wenn Unternehmen selbstständige Künstler engagieren, sind sie verpflichtet 3,9 Prozent der gezahlten Entgelte als "Künstlersozialabgabe" abzuführen. Bis zum 31.03.2012 müssen sie Honorare, die sie im vergangenen Jahr an "Künstler" gezahlt haben, bei der Künstlersozialkasse gemeldet werden.

Diese Abgabepflicht besteht bereits seit 1981. Seit der Gesetzesnovelle von 2007 überprüft die Deutsche Rentenversicherung die Zahlung der Sozialabgabe - und das intensiver als die Künstlersozialkasse. Die veränderte Prüfpraxis lässt manchen Unternehmer aufmerken und führt zu Verunsicherung und Unverständnis. Denn die Künstlersozialabgabe birgt erhebliche Rechtsunsicherheiten und einen immensen bürokratischen Aufwand für die Unternehmen. So wird der Künstlerbegriff von der Künstlersozialkasse weit ausgelegt, sodass es zu erheblichen Abgrenzungsproblemen kommen kann: Wer ist Künstler, wann muss ich zahlen, auf was muss ich zahlen? Abgabepflichtig sind etwa die Gestaltung eines Werbe-Flyers, das Schreiben eines Werbetextes, die Erstellung einer Homepage, eines Geschäftsberichts oder der Friseur, der ein Modell für Werbefotografien frisiert. Doch der "Künstler" ist nicht verpflichtet seinen Auftraggeber auf die zu entrichtende Abgabe hinzuweisen, sodass für das Unternehmen ein enormer Prüfaufwand entsteht. Und: Betriebe sind auch dann abgabepflichtig, wenn die Person oder das Unternehmen, von dem es Leistungen bezieht, gar nicht selber in der Künstlersozialversicherung versichert ist.

Das wird seitens der IHK-Organisation massiv kritisiert, doch bisher leider ohne Erfolg. Wichtig ist, mehr Klarheit in das Abgabeverfahren zu bringen! So brauchen die Unternehmen eine verständliche Definition der abgabepflichtigen Tätigkeiten sowie eine eindeutige Regelung, ab wie vielen Aufträgen die Abgabe erhoben wird. Zudem kann der bürokratischen Aufwand für die Unternehmen enorm gesenkt werden, wenn eine Bagatellgrenze eingeführt würde, nach der zum Beispiel Honorare unter 500 Euro pro Jahr abgabefrei sind.

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