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Pressemitteilung BoxID: 514357 (Industrie- und Handelskammer Chemnitz)
  • Industrie- und Handelskammer Chemnitz
  • Straße der Nationen 25
  • 09111 Chemnitz
  • https://www.chemnitz.ihk24.de
  • Ansprechpartner
  • Angela Graupner
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IHK Regionalkammer Plauen gegen Mautpläne der Bundesregierung

(lifePR) (Chemnitz, ) Die Regionalversammlung der Industrie- und Handelskammer Plauen (IHK) hat sich intensiv mit dem Thema Maut und deren möglicher Auswirkungen auf die sächsisch-tschechischen Wirtschaftsbeziehungen befasst. Die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer des höchsten ehrenamtlichen Gremiums der IHK in der Region haben sich dabei prinzipiell gegen eine Maut als "Eintrittsgeld" nach Sachsen ausgesprochen. Vor allem die vielen, über die letzten Jahre entstandenen, Geschäftsbeziehungen im Grenzbereich wären dadurch stark gefährdet. Eine durch die IHK in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass insbesondere tschechische Kunden mehrmals pro Jahr nach Südwestsachsen reisen, um u.a. Lebensmittel, Drogerieartikel und Bekleidung zu erwerben. Im Durchschnitt werden dabei 75 EUR pro Person ausgegeben. Über 90 % dieser Kunden nutzen dabei den eigenen PKW. Die vogtländische Kaufmannschaft hat daher klargestellt, dass - soweit eine Maut möglicherweise aus politischen Konsensgründen auf dem Weg gebracht wird - diese sich allenfalls auf das deutsche Autobahnnetz beziehen dürfe. Insgesamt hat die vogtländische Unternehmerschaft zudem Sorge, ob ein Mautsystem unter diesen Voraussetzungen ein wirtschaftlich sinnvolles Verhältnis aus staatlichem Aufwand und zu erwartenden Einnahmen bilden würde. Einigkeit bestand darüber, dass in einem einigen Europa diese unterschiedlichen "Wegezölle" ohnehin ein Anachronismus seien. Hier wäre die EU gefordert, i.S. eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes zu handeln.