Samstag, 23. Juni 2018


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IHK-Konjunkturumfrage Südwestsachsen Jahresbeginn 2012: Ausgezeichnete Geschäftslage bei steigenden Risiken

Chemnitz, (lifePR) - Für 90 Prozent der knapp 780 befragten Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Industrie, Baugewerbe, Handel, Dienstleistungen und Verkehr, die mehr als 28.000 Arbeitskräfte beschäftigen, laufen die Geschäfte gut oder zufriedenstellend. Dies ist das beste Lagebild in den seit 1991 von der IHK Chemnitz durchgeführten Konjunkturumfragen. Mit Ausnahme des Güterverkehrsgewerbes verbesserten sich die Lagebeurteilungen in allen befragten Wirtschaftsbereichen im Vergleich zum Vorjahr. Das beste Ergebnis erzielt mit einem Saldo aus guten und schlechten Beurteilungen das Verarbeitende Gewerbe. Die Produktionskapazitäten in der Industrie sind mit 84,5 Prozent sehr gut ausgelastet, die Umsätze im In- und Aus-land sind 2011 zweistellig gewachsen. In glänzender Verfassung zeigen sich auch der Handel, die Dienstleister und das Baugewerbe, die wie die Industrie neue Spitzenlagen aufweisen.

Trotz des anhaltenden Konjunkturhochs sind die Geschäftserwartungen für die nächsten Monate verhalten. Die Unternehmen erwarten eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik. Hauptfaktoren für diese Zurückhaltung sind die labilen internationale Finanzmärkte und die unbefriedigenden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Als Hauptrisiken sehen die südwestsächsischen Unternehmen die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise, die Unsicherheiten über die Inlandsnachfrage sowie steigende und volatile Rohstoffpreise. Ermutigend sind aber die positiven Investitions- und Beschäftigungspläne vieler Betriebe. Besonders die Industrie, aber auch die Dienstleistungswirtschaft, agiert mit diesen Plänen auch 2012 als Zugpferd für die Konjunktur in Südwestsachsen. Das Vertrauen in die eigene Wachstumskraft ist in diesen Branchen besonders stark ausgeprägt. Entscheidend sind klare, unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen. Dazu fordert die IHK Chemnitz:

- Eine schnelle, dauerhafte Dämpfung und Senkung der Energie- und Kraftstoffpreise
- Klare Zielvorgaben und verstärke Anstrengungen zur Fachkräftesicherung
- Eine schnelle Verabschiedung wichtiger wirtschaftsrelevanter Strategien des Freistaates
- Eine frühzeitige Vorbereitung des Freistaates auf die neue EU-Förderperiode 2014 - 2020.

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