Sonntag, 17. Dezember 2017


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Gewerbeauskunft-Zentrale gibt auf

Chemnitz, (lifePR) - Die GWE-Wirtschaftsinformations GmbH – besser bekannt unter dem Namen „Gewerbeauskunft-Zentrale“ – ist vielen Unternehmen ein Begriff und für die meisten von ihnen mit negativen Erfahrungen verbunden. Die Tätigkeit der GWE beschränkte sich auf den Versand von Schreiben zur „Erfassung gewerblicher Einträge“. Der Empfänger sollte wichtige Kontaktdaten seines Unternehmens in einem Formular ergänzen oder korrigieren. Die Angaben, wie z.B. Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Branche, sollten sodann mit einer Unterschrift bestätigt und dem Absender des Schreibens per Telefax übermittelt werden.

Dass das Ergänzen und Korrigieren einen über zwei Jahre unkündbaren Vertrag und erhebliche Kosten nach sich zog, war nur schwer und erst nach intensiver Lektüre des Kleingedruckten zu ermitteln. Hinzu kam, dass das auf grauem Recyclingpapier gedruckte Formular auf viele arglose Empfänger einen behördlichen Eindruck machte. Der Aufforderung „Ergänzen oder korrigieren Sie bitte bei Annahme fehlende oder fehlerhafte Daten“ waren daher zahlreiche Unternehmer gefolgt.

Nach Übermittlung der Daten an die Gewerbeauskunft-Zentrale folgten oft über mehrere Jahre hinweg und in kurzen Abständen Rechnungen, Mahnungen, Inkasso- und Anwaltsschreiben. Die Androhung von Schufa-Eintrag, Strafanzeige und Zwangsvollstreckung zeigte oft die gewünschte Wirkung und veranlasste einige Betroffene letztlich zur Zahlung der geltend gemachten Forderungen. Ein schwacher Trost:

Das unter www.gewerbeauskunft-zentrale.debetriebene Unternehmensregister ist mittlerweile nicht mehr erreichbar. Auf der Internetseite des Unternehmens findet sich nur noch ein kurzer Text: „Sehr geehrte Damen und Herren, die Gewerbeauskunft-Zentrale.de stellt ihre Dienste ein. Wir bedanken uns für Ihre langjährige Treue.“

Gegen die Hintermänner der Gewerbeauskunft-Zentrale läuft seit geraumer Zeit ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren mit noch ungewissem Ausgang.

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