Otto der Große und das Römische Reich: Echte Editha mit falscher Krone wirbt für Landesausstellung

(lifePR) ( Magdeburg, )
2012 jährt sich zum 1100. Mal der Geburtstag von Kaiser Otto, dem Großen, und zum 1050. Mal seine Kaiserkrönung. Das Kulturhistorische Museum Magdeburg zeigt aus diesem Anlass vom 27.8. bis 9.12.2012 in der Landesausstellung "Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter" die Entwicklung des Kaisertums. Die Magdeburgerin Editha Schmidt hat eigene Beziehungen zur Kaiserfamilie. Sie trägt den seltenen Vornamen der ersten Frau Ottos und verkörpert sie bei vielen Anlässen.

Editha Schmidt steht im historischen Kostüm vor dem Kulturhistorischen Museum in Magdeburg. Der lange Schleier wird vom Wind erfasst. Sie lächelt, fängt den Stoff ein, rückt ihre Krone gerade. Diese ist nicht aus echtem Gold, nicht gesegnet und Glassteine blitzen darauf. Aber an ihr sieht alles echt aus. So sehr, dass zwei junge Männer auf sie zulaufen und mit ihrem iPhone winken. "Dürfen wir ein Foto machen?", fragen die Magdeburger Besucher. Die Gästeführerin steht dafür gern Modell und erzählt von Königin Editha, in deren Rolle sie sich wohlfühlt. Editha Schmidt heißt so wie die deutsche Königin, die erste Gemahlin Ottos I. Obwohl sie nur kurze Zeit - von 910 bis 946 - lebte, ist sie heute berühmt wie kaum eine andere Herrscherin in Deutschland. Editha Schmidt verkörpert die Königin für die Gesellschaft für Mitteldeutsche Kultur e.V. Beim Stadtfest, beim Sachsen-Anhalt-Tag, beim Edithafest und beim Ottofest schreitet sie an der Seite des Kaisers. Auf der Straße wird sie inzwischen angesprochen, auch wenn sie keine pastellfarbenen Gewänder und Krone trägt. Das Gesicht der Magdeburgerin ist mit Editha verknüpft - und ihr Leben auch.

Jetzt erzählt sie immer häufiger von der Landesausstellung "Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter", die sich erstmals der Entwicklung des europäischen Kaisertums und damit zugleich einem der spannendsten und bedeutendsten Abschnitte der europäischen Geschichte widmet.

Die Ausstellung dokumentiert, von Rom ausgehend, Genese und Wandel der römischen Kaiseridee über verschiedene Epochen hinweg. In einem Überblick über 1.000 Jahre Herrschaftsgeschichte gibt die Ausstellung Antworten auf viele Fragen. "Diese Schau", sagt Editha Schmidt, "berührt mich, weil ich eine eigene Beziehung zum Thema habe". Bekannte, Verwandte und Freunde will sie ins Museum führen und stolz die Geschichte erklären. Schon als Kind hat sich die gelernte Pharmazeutin, die später ein Brautmoden-Geschäft am Alten Markt mit direktem Blick auf das Reiterstandbild von Otto I. hatte, viel mit der Geschichte beschäftigt. Sie versank in Literatur, für ihre Rolle tauchte sie tief in die Historie ein. Die Laien-Schauspielerin verkörperte auch schon die Adelheid, die zweite Frau an Ottos Seite. Aber es war nicht dasselbe, meint sie. Vielleicht liegt es am eigenen Namen. Editha jedenfalls wäre bei einer solchen Ausstellung ganz stolz auf Otto, meint Editha Schmidt.

Otto der Große, er ist in Magdeburg derzeit allgegenwärtig. Sogar Konditoren kommen auf den Geschmack. Im "Kaffeehaus Köhler" können sich die Gäste seit Kurzem Editha auf der Zunge zergehen lassen. Konditormeister Jens Siewert hat eine Leckerei aus Schmand, Pistazien und Preiselbeeren erdacht. Gekrönt wird das Tortenwerk mit dem Foto der Königin. Eine Otto-Torte soll ebenfalls bald in der Auslage stehen, verspricht Kaffeehaus-Inhaberin Monika Köhler. In den Vitrinen des Kulturhistorischen Museum dagegen werden kostbare Goldschmiede- und Steinmetzarbeiten, Textilien und Schriftstücke aus der Antike und dem frühen Mittelalter zu sehen sein. Die Exponate sollen ein Jahrtausend europäischer Kaisergeschichte in einem spannenden Rundgang lebendig werden lassen, versprechen die Kuratoren. Die etwa 300 hochrangigen Exponate aus internationalen Museen, Schatzkammern, Bibliotheken und Archiven sollen auf eindrucksvolle Weise Macht, Anspruch und Repräsentation kaiserlicher Herrschaft bis zu den Ottonen verdeutlichen.

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Programm und museumspädagogische Angebote. Während der Schau öffnet im Innenhof des Kulturhistorischen Museums die mittelalterliche Spielstadt "Megedeborch". Unter dem Titel "Auf den Spuren Ottos des Großen. Kaiserorte in Sachsen-Anhalt" bereiten die Korrespondenzorte Gernrode, Halberstadt, Quedlinburg, Memleben, Merseburg, Tilleda und Wallhausen mit Magdeburg weitere Ausstellungen und Veranstaltungen vor.

Passend zur Ausstellung gibt es Stadtführungen und Reiseangebote für Individualtouristen und Gruppen, die über die Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH (MMKT) gebucht werden können (Tel. +49 (0)391 83 80 131, www.magdeburg-tourist.de).
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