Naturfreude erleben in Sachsen-Anhalt: Mit dem Rad zu den Hansestädten der Altmark

(lifePR) ( Magdeburg, )
Immer Richtung Kirchturmspitze. Mit dieser Empfehlung könnten Radfahrer die Altmark im nördlichen Sachsen-Anhalt erradeln, denn irgendwo am Horizont weist immer ein Back- oder Feldsteinturm den Weg. Einfacher gelingt die Orientierung allerdings über die Schilder des Radwegenetzes. Das gilt auch für jene Radler, die den altmärkischen Hansestädten einen Besuch abstatten wollen. Die Radwanderer erwarten nicht nur prächtige Tore, Rat- und Bürgerhäuser, sondern auch eine reiche Geschichte mit ihren steinernen Zeugen an der Straße der Romanik. Vor allem aber finden Urlauber in der Altmark Ruhe in einer Landschaft, die von Wiesen und Auen, duftenden Kiefernwäldern und gepflegten Dörfern geprägt ist.

Die Tour durch die Städte des altmärkischen Hansebundes orientiert sich am Altmarkrundkurs, ist allerdings mit rund 120 Kilometern deutlich kürzer - es sei denn, die Radler folgen den vorgeschlagenen Umwegen. Los geht es in der Hansestadt Salzwedel, die gut über Fern- und Nahverkehrszüge erreichbar ist. Besonders komfortabel: In Sachsen-Anhalt fahren die Räder in den Nahverkehrszügen der Bahn kostenlos mit, auch im ÖPNV der Altmark. Die Strecke führt weiter über Arendsee, Seehausen, Werben und Havelberg zum Zielort Tangermünde. Am Schluss könnte die Hansetour ein Ausflug nach Stendal mit seiner historischen Altstadt und dem mehr als sieben Meter hohen Roland abrunden, am besten entspannt mit dem Zug.

Noch vor dem ersten Radkilometer ist ein Altstadtbummel in Salzwedel angesagt: durch den mittelalterlichen Stadtkern mit Burggarten und Burgturm, vorbei an der Stadtmauer und den Fachwerkhäusern aus drei Jahrhunderten bis zur roten Backsteinkirche St. Lorenz. 1250 an der alten Salzstraße erbaut, wurde das romanische Gebäude im 19. Jahrhundert als Salzlager genutzt. Nach einem Kaffee und dem berühmten Salzwedeler Baumkuchen, der nach wie vor über offenem Feuer gebacken wird, werden die Räder gesattelt.

33 Kilometer führt die Strecke dann nahezu autofrei durch kleine Orte. Das Etappenziel, der Luftkurort Arendsee bietet sich für eine Übernachtung an. Abkühlung bringt ein beherzter Sprung in den größten natürlichen See des Landes, die "Perle der Altmark", Beschaulichkeit eher eine Fahrt mit dem Schaufelraddampfer. Vom höher gelegenen romanischen Benediktinerinnenkloster St. Marien eröffnet sich ein sagenhafter Blick über die Landschaft.

Der Altmarkrundkurs sieht nun eine landschaftlich reizvolle 57-Kilometer-Strecke bis Seehausen vor, vorbei am Storchendorf Wahrenberg und an Beuster, wo sich ein Blick in die Stiftskirche St. Nicolaus an der Straße der Romanik lohnt.

Wem 20 Kilometer genügen, der folgt der Landstraße über Drüsedau bis in die Hansestadt Seehausen. Schon von Weitem grüßen die Türme der Pfarrkirche St. Petri. Die Stadt war im Mittelalter wohlhabend, seit 1359 gehörte sie zum Hansebund. Sie atmet mit dem Beustertor, den Resten der Stadtmauer und der Salzkirche bis heute ihre reiche Geschichte. Eine besondere Bedeutung bekommt "Zeit" im Turmuhrenmuseum, Ruhe finden die Radwanderer danach unter den alten Bäumen im Schillerhain.

Wieder gabelt sich der Weg: Eine Route macht einen 64-Kilometer-Schlenker über die Hansestadt Osterburg, die andere führt auf direktem Wege und ruhigen Landstraßen nach 17 Kilometern in die kleinste Hansestadt der Welt, Werben. Wer genug Zeit hat, sollte sich dennoch für Osterburg entscheiden. Historischer Stadtkern, Fachwerkhäuser und Neptunbrunnen entlohnen ausführlich für die zusätzliche Mühe.

Auch Werben kündigt sich den Urlaubern mit einer Kirchturmspitze an: jene der St.- Johannes-Kirche, eine der ältesten gotischen Kirchen der Altmark. Wer zum Rundturm aufsteigt, wird mit einem Blick über die Elbwiesen belohnt. Die Flächen bieten den Störchen ideale Lebensbedingungen, 15 Horste gibt es allein in Werben.

Jetzt geht es vier Kilometer bis zur Gierseilfähre in Räbel. Bei der Überfahrt zum rechten Elbufer mischt sich nur das Gluckern des Wassers in die Stille der Natur. Von hier trennt ist es nicht weit in die Hansestadt Havelberg. Die Inselstadt ist für ihren Pferdemarkt weithin bekannt (jeweils am 1. Wochenende im September), auf dem die Tiere seit 1750 per Handschlag ihre Besitzer wechseln. Der mächtige Dom an der Straße der Romanik thront über Havelberg mit seiner Altstadt auf einer Insel. Wer trotz des Radelns Lust auf Bewegung hat, sollte am Wassertouristikzentrum Halt machen oder am Yachthafen ein Ruder- oder Tretboot leihen.

Hinter Havelberg geht es südlich Richtung Sandauer Fähre und dort zurück auf die linke Elbseite. Die Radfahrer streifen das denkmalgeschützte Gutshaus in Sandauerholz und erreichen nach 15 Kilometern Arneburg: ein schönes, uraltes Fleckchen für eine Rast, zum Beispiel bei den beiden Männern am Fischerbrunnen.

Nun noch 18 Kilometer Pedalritt, wer mag, mit Halt im märchenhaft gelegenen Schloss Storkau direkt an der Elbe und entlang der "Straße der alten Obstsorten", ist das Ziel der Radtour erreicht: Tangermünde. Die mittelalterliche Stadt hoch über der Elbe lässt die Besucher staunen. Stolze Bürgerhäuser, Tore und mächtige Turmbauten prägen das Bild von Tangermünde, das durch den Handel mit Tuch, Getreide und Holz reich geworden ist. Die Innenstadt steht vollständig unter Denkmalschutz und bietet den richtigen Rahmen, um die Eindrücke der Reise Revue passieren zu lassen.

Ausführliche Informationen zum Radeln in der Altmark gibt es im Internet unter www.altmarktourismus.de. Weitere Angebote für Aktiv- und Natururlaub in Sachsen- Anhalt hat die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) in der Broschüre "Naturfreude - Durchatmen in Sachsen-Anhalt" sowie im Internet unter www.naturfreude-erleben.de zusammengestellt. Die kostenfreie Broschüre gibt es unter 0391-562 83820.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.