Sonntag, 17. Dezember 2017


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In feiner Gesellschaft

Die Anhaltische Schlössertour führt quer durch die 800 Jahre alte Region deren Geschichte

Magdeburg, (lifePR) - Anhalt wurde im Feuer geboren. Einem Feuer, das 1140 eine prächtige Burg völlig zerstörte. Noch im selben Jahr legte Albrecht der Bär an dieser Stelle den Grundstein für eine neue Burg, die Burg Anhalt, die mit dem Tod von Albrechts Sohn Bernhard im Jahr 1212 zur Namensgeberin einer nunmehr 800 Jahre alten Region wurde. Die Ruine ist der ideale Ausgangspunkt für eine gut hundert Kilometer lange Schlössertour durch Anhalt, die über die Bundesstraßen 6n und 185 bis nach Oranienbaum führt.

Burg Anhalt

150 Meter über dem Selketal zwischen Mägdesprung und Meisdorf thronte sie einst: die Burg Anhalt. Albrecht der Bär verwendete erstmals Backstein als Baumaterial. Vermutlich stammt daher auch der Name der Burg: Anholt = ohne Holz (gebaut). Die Festung soll eine der größten im Harz gewesen. Sie blieb seit Anfang des 14. Jahrhundert unbewohnt, heute sind nur noch die Ruine des Bergfrieds, Teile der Burgkapelle und der Ringgraben zu sehen. Der Aufstieg fordert Wanderer durchaus heraus, soll aber attraktiver werden: Derzeit werden Infotafeln aufgestellt und die Wege erweitert. Ein Modell der Burg, wie sie ausgesehen haben könnte, steht im Park des nahe gelegenen Ballenstedter Schlosses (www.burg-anhalt.de).

Schloss Ballenstedt

Mit seinen Zinnen prägt die barocke Dreiflügelanlage das Bild der Vorharzlandschaft. In Ballenstedt, der "Wiege Anhalts", residierte bis 1945 die Familie von Anhalt. Sie wurde vertrieben und enteignet, Herzog Joachim Ernst starb in sowjetischer Gefangenschaft. Sein Sohn, Prinz Eduard von Anhalt, fühlt sich noch immer mit seiner Heimat eng verbunden. Im Schloss erzählt die Ausstellung "Die frühen Askanier" von der Geschichte des Landes und von seinem Begründer Albrecht dem Bären (1100 - 1170), der als Erbauer der Burg Anhalt gilt. Seine Grablege befindet sich im Westwerk des Schlosses (www.ballenstedt-information.de).

Schloss Bernburg

Der spätere Sitz der Fürsten von Anhalt-Bernburg galt im 16. Jahrhundert als eines der beeindruckendsten Renaissanceschlösser Mitteldeutschlands, bis heute trägt es den Namen "Krone Anhalts". Mit seinen drei Meter dicken Mauern war ein 44 Meter hoher Turm der sicherste Ort der Anlage. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts heißt er Eulenspiegelturm: Till Eulenspiegel (um 1300-1350) soll hier als Turmwächter gearbeitet haben. 147 Stufen führen auf das größte Denkmal des Volksnarren, oben erwarten die Besucher eine sprechende Figur und ein Blick bis zum Brocken. Das Schlossmuseum zeigt noch bis 17. Juni erstmals alle 16 Blätter aus dem Erstdruck des Eulenspiegelbuches von 1510/11. Und noch eine Besonderheit bietet das Schloss: Bären im Burggraben. Das naturnahe Gehege wurde 1860 angelegt und beherbergt zwei Braunbären (www.museumschlossbernburg.de).

Schloss Köthen

Nur 20 Kilometer weiter erreichen Besucher Anhalts das Gebäudeensemble des Köthener Schlosses. In der ehemaligen Residenz der Linie Anhalt-Köthen wirkte zwischen 1717 und 1723 Johann-Sebastian Bach. Als Hofkapellmeister schrieb er seine "Brandenburgischen Konzerte" und einen Teil des "Wohltemperierten Claviers". Und Bach lernte die junge Sopranistin Anna Magdalena Wilke kennen. Sie half ihm über den Tod seiner ersten Frau Maria Barbara und eines seiner Kinder hinweg. Auch wenn Köthen schon zu Zeiten Albrecht des Bären als Handelszentrum galt: Beim Jubiläum "Anhalt 800" stehen vor allem Wissenschaftler wie Samuel Hahnemann (1755-1843), der Begründer der Homöopathie, oder Johann Friedrich Naumann (1780-1857), der Begründer der Vogelkunde, im Vordergrund (www.bachstadt-koethen.de).

Schloss Oranienbaum

Im Herzen des Gartenreichs Dessau-Wörlitz, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, liegt Oranienbaum. Das Ensemble aus Schloss, Park und symmetrisch angelegter Stadt ließ Henriette Catharina, die aus der Dynastie Oranien-Nassau stammende Fürstin von Anhalt-Dessau, im 17. Jahrhundert als kleines Stück Holland errichten.

In diesem Jahr birgt das Schloss einen ganz besonderen Schatz: Die Ausstellung "Dutch Design - Huis van Oranje" (26. April bis 30. September). Angelehnt an die ursprünglichen Funktionen der Räume, werden fast 50 Kabinette mit zeitgenössischen und modernen Möbeln, Schmuckstücken, Gläsern und Keramik, Schmuck und handgefertigten Couture-Kleider ausgestattet, angereichert mit Kunsthandwerk und Gemälden aus dem 17. Jahrhundert. Die historischen Exponate stammen aus dem niederländischen Königshaus und aus den Sammlungen der Kulturstiftung DessauWörlitz, viele der modernen Design- und Modeobjekte werden extra für die Ausstellung gefertigt (www.gartenreich.com, www.oranienbaumexhibition.com).

Ausführliche Informationen zum Jubiläum ANHALT | 800 gibt es unter www.anhalt800.de. Weitere Angebote für Kulturtouren in Sachsen-Anhalt hat die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) im Internet unter www.sachsen-anhalt-tourismus.de sowie in den Broschüren "Rendezvous mit Kultur" und "Reiseträume" zusammengestellt. Die kostenfreien Broschüren können bestellt werden unter 0391-562 83820.

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