Sonntag, 17. Dezember 2017


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Eine Reise mit Fürst Franz von Anhalt-Dessau

Im Gartenreich Dessau-Wörlitz und in der Landesausstellung Halle können Touristen die "Grand Tour" nach Pompeji nacherleben

Magdeburg, (lifePR) - Als Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau 1766 von seiner "Grand Tour" aus Italien zurückkehrte, begann er mit dem Bau des Gartenreiches Dessau- Wörlitz, das heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Inspiriert von den Ausgrabungsstätten von Pompeji, gestaltete er seine Schlösser und deren Innenräume teilweise nach antiken Vorbildern. Eine "Grand Tour" und die Sonderausstellung "Fremde Welt ganz nah" laden die Besucher ein, den Spuren der Antikenrezeption im Gartenreich zu folgen.

Ein Augusttag im Jahr 79 n. Chr.: Erst kamen die Steine. Heiße, rasend schnelle Brocken, die vom Himmel fielen, Dächer wurden zertrümmert, Menschen erschlagen. Dann folgte der Ascheregen, an dem die Fliehenden erstickten. Und schließlich, nachdem der Vesuv 18 Stunden lang Tod und Zerstörung über die Menschen am Golf von Neapel gebracht hatte, starben die letzten Überlebenden in den Glutlawinen.

Die Katastrophe von Pompeji löschte alles Leben aus. Aber sie konservierte auch den antiken Alltag im Moment seines Untergangs. Bis heute, fast 2000 Jahre später, sind die Menschen von Pompeji beeindruckt und oftmals zugleich inspiriert. Das außergewöhnlichste Zeugnis einer solchen Inspiration findet sich im Gartenreich Dessau-Wörlitz in Sachsen-Anhalt.

Das Jahr 1766: Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau reist wie viele Kavaliere seiner Zeit nach Italien, um das Land und seine Kultur kennenzulernen. Auf seiner "Grand Tour" besuchte er zusammen mit seinem Baumeister Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff auch die Ausgrabungsstätten in Pompeji und Herculaneum, er ließ sich sogar zum Vesuv hinauftragen. Tief beeindruckt kehrte der Fürst nach Anhalt zurück und beginnt, seinem Leitspruch folgend "Schönes mit Angenehmen zu verbinden", mit der Verschönerung seines Landes. Es entsteht das Gartenreich Dessau-Wörlitz, das seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe zählt. Es wurde zur Wiege der Antikenrezeption nördlich der Alpen, zum ersten Mal gab es Gebäude mit pompejanischen Decken, Stuckaturen und Wandmalereien.

Ab 21. April können Besucher des Gartenreichs als Grand-Touristen des 21. Jahrhunderts den Spuren dieser Antikenrezeption folgen. Unter dem Titel "Fremde Welt ganz nah - Pompeji und Herculaneum im Gartenreich Dessau-Wörlitz" führt die Tour über vier Stationen: das Schloss Luisium in Dessau-Waldersee mit herculanischen Wandmalereien und dem Pompejischen Kabinett, der Nachbau einer antiken Grabstätte aus Neapel im Sieglitzer Park, das Schloss Wörlitz und natürlich die Insel Stein.

Die aus Findlingen und Bruchsteinen errichtete Felseninsel beherbergt den einzigen künstlichen Vulkan Europas. Am 24. und 25. August wird "der brennende Berg" erneut ausbrechen und den Abendhimmel rot färben. Die Villa Hamilton, die Fürst Franz auf die Insel bauen ließ, ist eine Nachbildung der "Villa Emma" von Sir William Hamilton, Vulkanforscher und britischer Botschafter am Königshof in Neapel. Er verehrte die Antike und hatte eine beachtliche Sammlung an alten Schätzen zusammengetragen.

Auch das Wörlitzer Schloss, Gründungsbau des deutschen Klassizismus, trägt die Handschrift der "Grand Tour". Seiner Italienliebe ist eine Sonderausstellung im Schloss gewidmet, die vom 21. April bis zum 26. August zu sehen sein wird. Sieben großformatige Wandmalereien mit Ansichten aus Neapel und der Umgebung werden derzeit für die Schau erstmals restauriert. Zusätzlich zu den Gemälden und Skulpturen des Schlosses sollen die Reiseerinnerungen des Fürsten und seines Gefolges präsentiert werden. Aufzeichnungen, Souvenirs und Reiseliteratur geben einen Eindruck vom Erleben der antiken Orte im 18. Jahrhundert.

Mithilfe einer App für iPhone oder eines Faltplans können Besucher individuell ihre"Grand Tour" antreten. Das Gartenreich bietet aber auch Führungen an. Der Eintritt ins Schloss Wörlitz kostet 5 Euro (ermäßigt 3,50 Euro), die Kombikarte "Fremde Welt ganz nah" 12 Euro (ermäßigt 10 Euro). Das Schloss ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Informationen zu begleitenden Vorträgen und Sonderveranstaltungen sind im Internet unter www.gartenreich.com zu finden.

Parallel zur "Grand Tour " läuft noch bis 26. August im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) die Landesausstellung "Pompeji - Nola - Herculaneum. Katastrophen am Vesuv". Gezeigt wird das Alltagsleben reicher Römer am Vesuv. 650 Exponate, zum Teil erstmals öffentlich gezeigt, stammen aus 3900 Jahren Siedlungsgeschichte: vom Inventar einer bronzezeitlichen Hütte bis zur Einrichtung eines römischen Stadthauses. Wandmalereien, Schmuck und Gladiatoren-Rüstungen erzählen vom Leben am Vesuv. Die Ausstellung, in der auch die bekannten Abgüsse der im Todeskampf erstarrten Pompejaner gezeigt werden, gilt als die umfassendste Pompeji-Schau der letzten Jahre.

www.gartenreich.com, www.pompeji-ausstellung.de

Weitere Anregungen für Kulturtouren in Sachsen-Anhalt und die passenden buchbaren Pauschalen hat die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen- Anhalt mbH (IMG) im Internet unter www.sachsen-anhalt-tourismus.de sowie in kostenfreien Broschüren und Angebotsprospekten zusammengestellt. Die Broschüren können bestellt werden über das Info-Telefon Sachsen-Anhalt 0391-562 83820.

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