Samstag, 21. April 2018


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Alte Hansestadt im Norden Sachsen-Anhalts setzt auf Tourismus, Kunst und Kultur

Havelberger Hotel mit eigener Galerie

Havelberg, (lifePR) - "Gestatten, Haben von Allemann, Kaufmann zu Havelberg." Der Herr im mittelalterlichen Kostüm stellt sich den Gästen vor, die er durch die Domstadt im Norden Sachsen-Anhalts führt. Wer den Wunsch danach verspürt, der kann sich einen sachkundigen Begleiter auch für eine Tour auf der Havel im "Paddelboot" buchen. Urlaub auf dem kühlen Nass, das prägt den Elbe-Havel-Winkel. Nach dem Hochwasser vom Sommer präsentiert der sich bis auf kleine Ausnahmen längst wieder fit.

Die alte Hansestadt in der Prignitz hat sich längst auf Touristen eingestellt. Für Radler liegt der Ort gleich an mehreren gut ausgebauten Routen. Die bekannteste ist zweifellos der Elberadweg. Auf die Pedalritter warten zudem der Havelradweg, die Tour Brandenburg, der Altmarkrundkurs, die Bischofstour und die Naturerlebnisroute. Auf Kultur und Geschichte müssen sie zudem keineswegs verzichten, wenn sie nach der Fahrt durch eine herrliche Landschaft Abwechslung suchen.

Otto der Große (912-973) hatte das Bistum Havelberg gegründet. Die Stadt ist damit neben Brandenburg der älteste Bischofssitz östlich der Elbe. Trutzig, fast wehrhaft beherrscht der Havelberger Dom St. Marien das Bild der Stadt in der Prignitz. Martin Luthers Lied "Eine feste Burg ist unser Gott" scheint dem Sakralbau auf den Leib geschneidert. 1170 wurde er unter anderem in Anwesenheit von Albrecht der Bär (um 1100-1170) geweiht. Prämonstratenser nutzten das Kloster vom 12. Jahrhundert an. Lettner und Chorschranken haben Bedeutung weit über Havelberg hinaus. Das 1411 vollendete Ensemble ist der umfangreichste Zyklus von Steinplastiken in Norddeutschland. 20 Reliefplatten stellen die Passionsgeschichte Jesu dar. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte das Gotteshaus durch Brände und Umbauten immer wieder sein Gesicht. 1819 wie andere Dome im heutigen Sachsen-Anhalt säkularisiert, wird er nach wie vor kirchlich genutzt. Seit 1904 hat das Prignitz-Museum im Sakralbau sein Domizil. Es stellt Stadt- und Regionalgeschichte dar wie auch den Dombau, Kunst sowie Ur- und Frühgeschichte.

Ohne Kunst und Kultur kommt auch der jüngste Beherbergungsbetrieb Havelbergs nicht aus. Im vergangenen Jahr vollständig eröffnet versprüht das ArtHotel Kiebitzberg ein ganz besonderes Flair. Mehr als 200 originale künstlerische Arbeiten, von der Grafik über das Gemälde bis zu Plastiken finden sich im gesamten Haus, das auch eine eigene Galerie betreibt. Alle Details und die gediegene Ausstattungen der 31 Zimmer und Suiten hat Geschäftsführer Andreas Lewerken selbst entwickelt. Blickachsen, Grundrisse, Möbelentwürfe und die Entscheidung über Bilder in den Räumen entstanden nach seinen Vorgaben.

Im Saal gastieren regelmäßig bekannte Kabaretts, finden Jazzabende statt, spielt das Kammerorchester der Europa Philharmonie. "Wir sind mittendrin und jwd, also janz weit draußen", sagt Ehefrau und Hotelchefin Renate Lewerken. Gäste aus Hamburg, Hannover oder Berlin wissen diese Mischung zu schätzen. Für sie hat sich die Havelstadt längst zum Geheimtipp entwickelt, die mit dem Auto hervorragend zu erreichen ist und sich für einen Kurzurlaub förmlich anbietet. Zur Attraktion entwickelte sich eine Fahrt auf dem Wassercabrio über die Havel mit einem Essen an Bord. Der moderne Katamaran bietet zwölf Passagieren Platz. Noch eine besondere Funktion stößt zunehmend auf Interesse. Als 14. offizielle Standesamts-Außenstelle im Landkreis Stendal kann auf ihm geheiratet werden.

Und noch einmal Wasser. Renate Lewerken schwärmt vom alljährlichen Bootskorso. In diesem Jahr geben sich am 31. August weit über 100 Boote und Schiffe hell erleuchtet und festlich geschmückt ein Stelldichein auf der Havel. Der ereignisreiche Tag beginnt mittags mit einem Sternmarsch von Blasmusikgruppen durch die Stadt. Das turbulente Treiben dürfe man nicht versäumen, sagt die Hotelchefin.

Sie berichtet zudem Interessantes aus der Geschichte Havelbergs. 1716 trafen dort der russische Zar Peter der Große und der preußische Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. zusammen. Die Gastgeschenke hatten es in sich. Preußen übergab das legendäre Bernsteinzimmer und erhielt dafür Soldaten, die so genannten "Langen Kerls". Seither sollen die Geschenke in der Domstadt jedoch wieder deutlich bescheidener ausfallen.

Weitere Informationen und Reisetipps hat die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) unter www.sachsen-anhalt-tourismus.de zusammengestellt.

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