ANHALT | 800 für Aktive: Auf "FlussKultur Radreisen" anhaltische Geschichte erleben

(lifePR) ( Magdeburg, )
In Sachsen-Anhalt wird 2012 das Jubiläum "ANHALT | 800" gefeiert. Das Jubiläumsjahr lockt auch Rad- und Wandertouristen an, die Zeugnisse der anhaltischen Geschichte bei Wanderungen im Harz oder bei Radtouren auf regionalen und überregionalen Radwanderwegen aufspüren können.

Auf dem Europaradweg R1 empfiehlt sich ein Zwischenstopp in Reppichau. Das 500-Seelen-Dorf liegt ganz in der Nähe der einstigen anhaltischen Residenzstadt Köthen. Drei große Rad- und Wanderrouten - R1, Oranierroute und Lutherweg - treffen dort auf bedeutende anhaltische Geschichte(n). Eike von Repgow wurde im anhaltischen Reppichau geboren. Der Verfasser mittelalterlicher Rechtsbücher wird dort mit einem einzigartigen Kunstprojekt gewürdigt. Das passt dem Dessauer Reiseveranstalter "FlussKultur Radreisen" genau in sein Konzept. Ralf-Peter Weber lenkt seine Gäste gern in das Freiluftmuseum "Kunstprojekt Sachsenspiegel".

"Alle Mörder und die, die einen Pflug rauben oder eine Mühle oder eine Kirche oder einen Friedhof berauben, Verräter und Mordbrenner oder die, die ihre Vollmacht zum eigenen Nutzen missbrauchen, die soll man auf das Rad flechten". Mit diesem Spruch, in großen Lettern an eine Hausfassade geschrieben und schauerlich illustriert, empfängt Reppichau seine Radtouristen. Die wagen sich trotzdem weiter vor in den Ort. Denn Hinweise am Straßenrand, in Prospekten und auf touristischen Karten haben den Besucher längst neugierig gemacht auf das "Kunstprojekt Sachsenspiegel" (www.reppichau.de). Ob nun mehr oder weniger bewandert in geschichtlichen Themen, vom "Sachsenspiegel" haben die meisten schon gehört, vor allem im Zusammenhang mit Eike von Repgow. Der hat zwischen 1220 und 1230 im Sachsenspiegel die mittelalterliche Rechtsprechung aufgeschrieben und damit das erste und bedeutendste Buch verfasst, in dem sich Regeln des zwischenmenschlichen Lebens widerspiegeln. Über 600 Jahre waren sie gültig und sind wie der Spruch "Wer zuerst kommt mahlt zuerst" zum Teil noch heute zu hören.

"Man kann urkundlich belegen, dass Eikes Schaffenszeit, zwischen 1200 und 1230 in die Gründungszeit Anhalts fiel", meint Erich Reichert. Als Bürgermeister von Reppichau war er maßgeblich am Kunstprojekt Sachsenspiegel beteiligt, das vor etwa zehn Jahren seinen Anfang nahm. Heute ist der Gang durch Reppichau wie das Blättern in einer überdimensionalen Ausgabe des Sachsenspiegels. Als Vorlagen für die prächtigen Fassadenbemalungen und die lebens-, gar überlebensgroßen Metallplastiken dienten die noch erhaltenen vier bebilderten Sachsenspiegel-Handschriften von Heidelberg, Oldenburg, Dresden und Wolfenbüttel. Eine Hausfassade dient als Ortschronik und informiert über die erste urkundliche Erwähnung 1159. Es tauchen die Namen Eico und Arnold Markgraf von Repgow auf, Verwandte von Eike von Repgow, die dieses Dorf gegründet und ihm seinen Namen gegeben haben. Im Kirchturm von Reppichau läutet eine Glocke aus Eikes Zeiten. In einer ehemaligen Schrotmühle ist ein Eike-von- Repgow-Museum eingerichtet, im ausgedienten Feuerwehrgerätehaus hat das Informationszentrum "Spegel der Sassen" täglich geöffnet und zur Einkehr wird im Gasthaus "Zur Morgengabe" geladen.

Für den Veranstalter "Flusskultur Radreisen" aus Dessau-Roßlau war es keine Frage, das Dörflein Reppichau in sein Programm der individuellen Radreisen aufzunehmen. Der Spezialist für Radreisen in Deutschland, Ralf-Peter Weber, formuliert es als seine Herzenssache, seine Angebote mit den touristischen Perlen in Sachsen-Anhalt zu schmücken. Was auch gut angenommen wird von denen, die aktiv unterwegs sein und dabei Wissenswertes "erfahren" wollen. "Erfahren - Verweilen - Erleben" ist das Motto von "Flusskultur Radreisen" unter dem sich Reppichau gut aufgehoben fühlt. Einerseits hat es Beschaulichkeit im wahren Wortsinne zu bieten, andererseits kreuzen sich in dem kleinen anhaltischen Dorf drei Größen unter den Rad- bzw. Wanderwegen. Reppichau liegt am Europaradweg R1, der von Frankreich bis nach St. Petersburg führt. Das Dorf ist außerdem Station 18 des Lutherweges durch Sachsen-Anhalt und Station der Oranier-Fahrradroute von Amsterdam nach Berlin (Flusskultur Radreisen, Tel. 0340/2214881,www.flusskultur-radreisen.de).

Ausführliche Informationen zum Jubiläum ANHALT | 800 gibt es unter www.anhalt800.de sowie in den von der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH herausgegebenen kostenfreien Broschüren. Die Broschüren können bestellt werden unter www.sachsen-anhalt-tourismus.de oder über das Sachsen-Anhalt-Infotelefon 0391-56283820.
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