Montag, 11. Dezember 2017


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IKK classic: Beitragssatz sinkt um 0,2 Prozentpunkte

Haushaltsvolumen 2018 steigt auf 10,5 Milliarden / Verwaltungsrat fordert Reform des Kassen-Finanzausgleichs

Dresden, (lifePR) - Die IKK classic senkt ihren Zusatzbeitragssatz im kommenden Jahr um 0,2 Prozentpunkte. Das beschloss der Verwaltungsrat der Kasse bei seiner heutigen Sitzung in Dresden. Die Senkung tritt zum 1. Mai 2018 in Kraft, ab dann wird der Zusatzbeitragssatz 1,2 Prozent betragen.

„Mit dieser spürbaren Beitragsermäßigung geben wir eine solide finanzielle Entwicklung an unsere Versicherten weiter“, sagt Stefan Füll, Vorsitzender des Verwaltungsrates. „Sie ist das Resultat einer günstigen Konjunktur, aber auch eigener Management-Anstrengungen. Dazu gehörten der organisatorische Umbau und die Neuausrichtung des Unternehmens während der zurückliegenden 18 Monate.“

Kritik an Wettbewerbsverzerrung durch Morbi-RSA

„Den Erfolg mussten wir uns unter wenig fairen Rahmenbedingungen hart erarbeiten“, erläutert Vorstandsvorsitzender Frank Hippler. Nach seinen Worten wird der Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung durch offenkundige Mängel des Krankenkassen-Finanzausgleichs (Morbi-RSA) nachhaltig verzerrt.

Insbesondere eine Kassenart würde dadurch Geldzuweisungen erhalten, die ihren Finanzbedarf kontinuierlich übersteigen. Diese könnte so ohne eigenes Zutun seit Jahren Milliardenüberschüsse ansammeln, während das Gros der übrigen Krankenkassen unter-finanziert sei und entsprechende Defizite durch Zusatzbeiträge der Versicherten ausgleichen müsse. Die Schere zwischen Über- und Unterdeckungen, die 2015 bereits eine Milliarde Euro betragen hatte, geht weiter dramatisch auseinander und hat inzwischen den Umfang von 2,5 Milliarden Euro erreicht.

„In diesen Tagen haben die Verbände fast aller Kassenarten in seltener Einmütigkeit an die Politik appelliert, diesen eklatanten Missstand zu Lasten der Beitragszahler endlich zu beenden und die Reform des Morbi-RSA vordringlich auf die Agenda einer künftigen Regierung zu nehmen“, so Hippler. Der Verwaltungsrat der IKK classic unterstützt diese Initiative nachdrücklich.

Mit Ausgaben von rund 10,044 Milliarden Euro und Einnahmen von rund 10,176 Milliarden Euro wird die IKK classic nach den vorläufigen Ergebnissen das Geschäftsjahr 2017 mit einem voraussichtlichen Einnahmeplus von rund 133 Millionen Euro abschließen. Der heute vom Verwaltungsrat beschlossene Haushaltsplan sieht für das Jahr 2018 einen Anstieg der Leistungsausgaben um 4,4 Prozent pro Versicherten vor. Der Gesamthaushalt der Kasse wird ein Volumen von 10,5 Milliarden Euro haben.

Sorgenkind elektronische Gesundheitskarte

Rund 34 Millionen Euro wird allein die IKK classic im Rahmen ihrer Haushaltsplanung im Jahr 2018 für die Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) bereitstellen.

„Alle gesetzlichen Krankenkassen zusammen werden im Jahr 2018 gemäß ihrer gesetzlichen Verpflichtung weitere 700 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur rund um die eGK investieren“, erklärt Bert Römer, Verwaltungsratsvorsitzender der IKK classic. In den vergangenen zehn Jahren hat die eGK-Entwicklung nach seinen Worten die Beitragszahler der Krankenkassen bereits mehr als 1,7 Milliarden Euro gekostet, ohne dass daraus auch nur annähernd der gewünschte Nutzen für Patienten und Versicherte entstanden sei.

„Die Politik muss dafür sorgen, dass die Umsetzung einer Telematik-Infrastruktur im deutschen Gesundheitswesen nicht noch länger von Lobbygruppen blockiert werden kann“, so Römer. Deshalb müssten in der federführenden Betreibergesellschaft gematik künftig die Interessen der Beitragszahler Vorrang erhalten. „Die Vertreter derjenigen, die die Mittel aufbringen, sollten bei den Beschlüssen das entscheidende Wort haben“, fordert Römer.

IKK classic

Die IKK classic ist mit rund 3,3 Millionen Versicherten das führende Unternehmen der handwerklichen Krankenversicherung und die Nummer 6 der Krankenkassen in Deutschland. Die Kasse hat rund 7.000 Beschäftigte an 200 Standorten im Bundesgebiet. Ihr Haushaltsvolumen beträgt mehr als 10 Milliarden Euro.



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