Erfolgreich gewirtschaftet

IHK Lüneburg-Wolfsburg veröffentlicht Jahresabschluss

(lifePR) ( Lüneburg, )
Die IHK Lüneburg-Wolfsburg hat das Wirtschaftsjahr 2010 außerordentlich erfolgreich abgeschlossen. Bereinigt um Sondereffekte betrug das Jahresergebnis etwas mehr als drei Millionen Euro. Vor einem Jahr bei der Präsentation des Jahresabschlusses 2009 erwartete die IHK noch einen Verlust in Höhe von 230.000 Euro.

Die Vollversammlung der IHK beschloss am Dienstagabend (14.06.), dieses gute Ergebnis zu nutzen, um die Pensionsrückstellungen der IHK vollständig in der Bilanz abzubilden. Bislang hatte die IHK geplant, diesen Betrag schrittweise in 15 Jahresraten zuzuführen. "Damit konnten wir alle offenen Fragen um die Pensionsverpflichtungen unserer IHK im Jahr 2010 abschließend lösen", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. So wurde im August im Rahmen der Dienstvereinbarung mit dem Personalrat die betriebliche Altersversorgung neu geordnet. Nach der vollständigen Ausweisung der Pensionsrückstellungen seien keine weiteren Sonderbelastungen zu erwarten.

Der kräftige Anstieg des Jahresergebnisses gegenüber dem Erwarteten ist nach Angaben von Zeinert auf vier Punkte zurückzuführen:

1) Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung: Die Neuordnung führte zu einer Einsparung bei der betrieblichen Altersversorgung in Höhe von 680.000 Euro. Im August 2010 hatte die IHK zunächst sogar gehofft, etwa zwei Millionen Euro an Rückstellungen auflösen zu können. Tatsächlich musste wegen des neuen Bilanzierungsrechts (BilMoG) eine neue Bewertungsmethode angewendet werden, die zu einer geringeren Einsparung führte.

2) Höhere Beitragseinnahmen: Aufgrund der Wirtschaftskrise war bei der Planung von deutlichen Beitragseinbrüchen ausgegangen worden. Tatsächlich legten die IHK-Beiträge für das aktuelle Wirtschaftsjahr um rund 500.000 Euro zu. Hinzu kamen 1,5 Millionen Euro an Beiträgen aus früheren Jahren, weil die tatsächlichen steuerlichen Bemessungsgrundlagen höher waren, als zum Veranlagungszeitpunkt von der IHK angenommen.

3) Auflösung von Rückstellungen: Neben der erwähnten Reduzierung der Rückstellungen für Pensionen konnten weitere Rückstellungen um insgesamt fast 330.000 Euro aufgelöst werden. Ursache hierfür waren die Beendigung mehrerer Rechtsstreite sowie die Streichung von Jubiläumszuwendungen für IHK-Mitarbeiter.

4) Kosteneinsparungen und Mehrerträge: Etwa 200.000 Euro konnte die IHK zusätzlich zur Planung erwirtschaften, indem sie auf der Kostenseite weniger Geld ausgab (z. B. 80.000 Euro Gehälter) und auf der Einnahmenseite höhere Entgelte erzielte (90.000 Euro).

Weil die IHK ihre Pensionslasten nun auf einen Schlag vollständig ausweist, müssen 5,8 Millionen Euro den Pensionsrückstellungen zugeführt werden.

Durch diesen Sondereffekt wird das Jahresergebnis negativ und beträgt minus 2,8 Millionen Euro. Dieser Verlust wird durch die vollständige Entnahme der angesparten Rücklage für Pensionsverpflichtungen ausgeglichen. Unter dem Strich steht ein Bilanzgewinn von rund 11.000 Euro.

Die IHK-Vollversammlung beschloss noch eine weitere wichtige Strukturveränderung: 1,8 Millionen Euro aus der Ausgleichsrücklage wurden dem Festgesetzten Kapital zugeführt. Derzeit liegt die Eigenkapitalquote mit 18,4 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt anderer IHKs (55,5 Prozent), aber auch unter einem in der Wirtschaft üblichen Maß.

Die IHK Lüneburg-Wolfsburg will den eingeschlagenen Kurs der Konsolidierung und der verbesserten Transparenz über die IHK-Finanzen auch künftig beibehalten. Sie veröffentlicht ihren Jahresabschluss im Internet unter http://www.ihk-lueneburg.de/finanzen.

Begriffserläuterung zum besseren Verständnis der Bilanz:

Betriebsergebnis: Das Betriebsergebnis ergibt sich aus allen Erträgen aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit abzüglich aller Aufwendungen, die direkt im Zusammenhang mit dieser Geschäftstätigkeit stehen.

Finanzergebnis: Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: Summe aus Betriebs- und Finanzergebnis.

Außerordentliches Ergebnis: Alle Aufwendungen und Erträge, die nicht der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind, d.h. die unregelmäßig vorkommenden oder ungewöhnlich sind.

Jahresüberschuss: Summe aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Nr. 3), dem außerordentlichen Ergebnis (Nr. 4) und den sonstigen Steuern (bei der IHK bisher nur Kfz- und Grundsteuer).

Bilanzgewinn: Jahresüberschuss bereinigt um Gewinn- oder Verlustvorträge des Vorjahres sowie Entnahmen aus Rücklagen oder Einstellungen in Rücklagen.

Kernkapital (auch festgesetztes Kapital): Das Kapital, das eingezahlt wurde, um dem Unternehmen dauerhaft zur Verfügung zu stehen (vergleichbar dem gezeichneten Kapital einer Kapitalgesellschaft).

Eigenkapital: Kernkapital + Ausgleichsrücklage + Bilanzgewinne + Investitionsrücklagen.
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