Entwicklungskonzept Elbe beschlossen

IHK begrüßt Einigung der Akteure

(lifePR) ( Lüneburg, )
Die Entwicklung der Elbe und ihrer Auen hat in der Vergangenheit zu Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Akteuren mit unterschiedlichen Nutzungsansprüchen geführt. Jetzt deutet sich eine Lösung für alle Beteiligten an: Die Bundes- und Landesverwaltungen haben sich gemeinsam mit Umweltverbänden und Wirtschaftsvertretern auf ein gemeinsames strategisches Konzept verständigt – das sogenannte Gesamtkonzept Elbe (GKE). Dieses Konzept bringt verkehrliche, wasserbauliche und naturschutzfachliche Aspekte auf den Punkt – und umfasst einen Katalog von über 40 denkbaren Einzelmaßnahmen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg begrüßt diesen Beschluss. „Das GKE zeigt, wie sich wasserwirtschaftliche Notwendigkeiten, eine umweltverträgliche Nutzung und die Erhaltung des wertvollen Naturraums in Einklang bringen lassen“, sagt Martin Exner, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer: „Damit herrscht endlich Klarheit bei allen Beteiligten – auch und insbesondere am Elbe-Seitenkanal.“

Die Elbe als Bundeswasserstraße und der Elbe-Seitenkanal bilden aus Sicht der IHK ein Gesamtsystem, dessen Teile nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. „Der Elbe-Seitenkanal ist ein verlässlicher Garant für einen unkompliziert fließenden Warenverkehr von und nach Hamburg. Damit dieser Verkehrsweg diese Funktion weiterhin erfüllen kann, muss der Kanal durch eine neue Schleuse Lüneburg in Scharnebeck gestärkt werden“, sagt Exner: „Nur ein Neubau kann die erforderlichen Kapazitäten vorhalten und große, moderne Schiffe abwickeln.“

Henning Finck, Vertreter der Kammerunion Elbe/Oder und damit Sprachrohr 17 deutscher IHKs, wertet das Gesamtkonzept Elbe als großen Erfolg: „Es entspricht dem Wunsch der Gesamtinteressenvertretung der IHKs abwägend und ausgleichend die unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen. Dass dies nun gelungen ist, ist ein Riesenerfolg für Umwelt- und Wirtschaftsinteressen. Besonders den Vertretern der Umweltverbände danke ich für das entgegengebrachte Vertrauen, was die solide Basis für die künftige, sicher auch nicht immer einfache Zusammenarbeit in der Umsetzungsphase legt.“ Die Grundlage für nun anstehende regionale Beteiligungsforen sei damit gegeben.

Hintergrund: Seit 2010 existiert auf Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ein Gremium zur Erarbeitung eines Gesamtkonzepts Elbe. Diese Gremienarbeit ist notwendig gewesen, da sich unterschiedliche Interessen seit Jahrzehnten unvereinbar gegenüber standen und gleichzeitig der Zustand der Elbe immer bedenklicher wurde. Das GKE hat den Anspruch, als ergänzendes Koordinations- und Planungsinstrument gemeinsame Lösungsansätze bei der Überschneidung von wasserwirtschaftlichen, ökologischen und verkehrlichen Interessen zu zeigen. Bei der Erstellung des GKE sind zahlreiche Interessenvertretungen eingebunden worden, um die Akzeptanz der Öffentlichkeit zu erhöhen sowie formelle Verfahren und die spätere Umsetzung zu beschleunigen.

 
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