Donnerstag, 25. Mai 2017


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IHK und DGB besorgt über hohe Arbeitslosigkeit

(lifePR) (Berlin, ) Die IHK Berlin und der DGB Berlin-Brandenburg fordern vom rot-roten Senat größere Anstrengungen zur Senkung der Arbeitslosigkeit. "Wir brauchen mehr arbeitsmarktwirksame Investitionen in Wirtschaft, Infrastruktur und Bildung", verlangten heute in einer gemeinsamen Erklärung IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder und DGB-Landesbezirkschef Dieter Scholz. Wirtschaftspolitik müsse Thema Nummer eins des Senats werden. Zudem betonten beide die Notwendigkeit, der beruflichen Weiterbildung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wer Kompetenzfelder erschließen wolle, brauche gut bezahlte Arbeitskräfte, die nicht billiger, sondern besser sein müssen.

Berlin hat nach der jüngsten Arbeitsmarktstatistik mit 13,8 Prozent die höchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer. Während deutschlandweit die Zahl der Arbeitslosen sinkt, ist sie in der Bundeshauptstadt im Sommer kontinuierlich gestiegen.

Eder bedauerte, dass Berlin offenbar den Anschluss an den bundesweit positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt verloren hat. Dabei lag die Stadt bei der Schaffung neuer sozialversicherungspflichtiger Jobs Ende vergangenen Jahres noch an der Spitze aller Bundesländer. Vor diesem Hintergrund kritisierte der IHK-Hauptgeschäftsführer, dass sich der Senat zu wenig um die Ansiedlung von Unternehmen in der Stadt kümmere, die Privatisierungspotentiale nicht ausschöpfe sowie nach wie vor zu wenig für eine wirtschaftsfreundliche und effiziente Ausrichtung der Verwaltung unternehme.

Zudem sollten die Unternehmen der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung mehr Aufmerksamkeit schenken, erklärte der DGB-Landeschef. Die Arbeitnehmer müssten Gelegenheit erhalten, sich auf die rasant verändernde Arbeitswelt einzustellen. Weiterbildung müsse auch im Alter einen höheren Stellenwert bekommen. Dies sei vor dem Hintergrund der demografischen Probleme auch im Interesse der Unternehmen. Zugleich forderte Scholz die Arbeitsagenturen auf, stärker die berufliche Fortbildung zu fördern. Es gehe nicht an, dass dafür zur Verfügung stehende Gelder nicht ausgeschöpft werden.

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