Außergewöhnliche Dynamik der Zeitarbeit

BA-Broschüre zeigt Wachstum der vergangenen zehn Jahre

(lifePR) ( Münster, )
133 Prozent mehr Unternehmen in der Zeitarbeits-branche und 260 Prozent mehr Zeitarbeitnehmer als noch vor zehn Jahren: Die neue Broschüre der Arbeitsmarktberichterstattung, die jetzt von der Bundesagentur für Arbeit jetzt unter dem Titel "Branchen und Berufe in Deutschland - Entwicklung Dezember 1997 bis Dezember 2007 - Zeitarbeit" veröffentlicht wurde, dokumentiert eindrucksvoll den Weg der Branche zu einem der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in Deutschland in den vergangenen Jahren. 21.200 Zeitarbeitsunternehmen wurden im Dezember '07 in der Bundesrepublik gezählt. Im Vergleich zum Jahr davor waren es 2300 Betriebe (12 Prozent) mehr. Noch eindrucksvoller gerät der Vergleich zum Jahr 1997: In den vergangenen zehn Jahren erhöhte sich die Zahl der Unternehmen um 133 Prozent - ein Zuwachs von 12.100 Firmen; 69 Prozent der Verleihbetriebe waren im Dezember '07 überwiegend oder ausschließlich in der Arbeitnehmerüberlassung tätig. Die deutlichste Steigerung an Zeitarbeitsunternehmen registrierte die BA in Hessen, wo die Zahl im Vergleich zu 1997 um 247 Prozent stieg. Nicht minder positiv entwickelten sich die Zahlen in der Beschäftigung. Entgegen der allgemeinen Entwicklung nahm die Beschäftigung in der Zeitar-beitsbranche auch zwischen 2003 und 2005 kontinuierlich zu - durch die positive Entwicklung wurde der allgemeine Beschäftigungsabbau deutlich gebremst. In den Jahren 2006 und 2007 trug die Zeitarbeitsbranche dann vehement zum Beschäftigungsaufbau bei. Im Juni 2006 beispielsweise basiert der Zuwachs zu rund 75 Prozent auf der Zeitarbeit. Die nicht geförderten Stellen für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse insgesamt stiegen von 2003 auf 2007 um 72 Prozent. Konkret bedeutet das, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg von 26.746.000 auf 27.224.000. Der Anteil der Stellen von Arbeitnehmerüberlassungsbetrieben verdoppelte sich von 18 Prozent in 2003 auf 36 Prozent in 2007. Das bedeutet: Die Zahl der Zeitarbeitnehmer stieg von 293.000 (1,1 Prozent) auf 643.000. Mittlerweile kommt also mehr als jede dritte ungeförderte Stelle aus diesem Wirtschaftszweig. Der Anteil der Zeitarbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt folglich bei 2,4 Prozent.
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