Montag, 20. Februar 2017


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Berthold Huber: Neue Altersteilzeit ist arbeitspolitischer Meilenstein

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat die Einigung über eine neue Altersteilzeit in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württembergs positiv bewertet. "Die neue Altersteilzeit stellt einen arbeitspolitischen Meilenstein dar, von dem nicht nur der Einzelne und die Unternehmen, sondern auch die Gesellschaft profitiert", sagte Huber am Mittwoch in Frankfurt am Main. "Menschen, die in ihrem Arbeitsleben viele Jahre schweren Belastungen ausgesetzt waren, werden auch in Zukunft die Möglichkeit haben, flexibel aus dem Arbeitsleben auszuscheiden". Damit bleibe unserer Gesellschaft eine weitere Ungerechtigkeit erspart, das sei ein Erfolg der Tarifpolitik.

Die Tatsache, dass die Tarifvertragsparteien in der Metall- und Elektronindustrie jetzt eine Lösung gefunden hätten, befreie die Politik aber nicht davon, sich ebenfalls zu engagieren. "Wir erwarten nach wie vor eine Förderung durch die Politik, die Vorschläge von Arbeitsminister Olaf Scholz liegen auf dem Tisch. Es kann nicht sein, dass sich die CDU als Teil der Bundesregierung aus der Verantwortung für diese arbeitspolitische Notwendigkeit herausstiehlt". Der IG Metall-Vorsitzende machte darüber hinaus deutlich, dass er von einer Übernahme des Tarifergebnisses auf alle weiteren Tarifgebiete der Metallindustrie im Bundesgebiet ausgehe. "Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass es in dieser Republik noch einen Metallarbeitgeberverband gibt, der sich jetzt verweigert. Die IG Metall jedenfalls will die Übernahme".

Das in der IG Metall für Tarifpolitik zuständige Vorstandmitglied, Helga Schwitzer, hob hervor, dass es ihrer Gewerkschaft gelungen sei, einen individuellen Anspruch der Beschäftigten auf Altersteilzeit durchzusetzen. "Die Arbeitgeber sind letztlich mit ihrem Versuch gescheitert, die Zahl der Anspruchsberechtigten soweit herunter zu definieren, dass die Altersteilzeit lediglich eine tarifpolitische Attrappe ohne Auswirkungen geworden wäre", sagte Schwitzer. Das Ergebnis belege erneut die Fähigkeit der Tarifvertragsparteien in der Metall- und Elektroindustrie, schwierige Themen und schwierige Situationen zu meistern und zu einem positiven Ergebnis zu führen.

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