Mittwoch, 25. April 2018


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Trotz Rückgang an Beschäftigung: Schiffbau und Zulieferer von großer Bedeutung für die Küste

Hamburg, (lifePR) - Nach einem leichten Plus bei der Beschäftigung auf den deutschen Werften im vergangenen Jahr, ist die Zahl der Arbeitsplätze im Schiffbau in den letzten zwölf Monaten um rund 1000 (- 6,2 Prozent) auf 15.800 gesunken. Die Schiffbauumfrage von IG Metall Küste, Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen und Agentur für Struktur- und Personalentwicklung (AgS), an der sich Betriebsräte aus 39 Unternehmen beteiligt haben, zeigt ein zweigeteiltes Bild: Während die eine Hälfte der Betriebe einen Abbau an Arbeitsplätzen meldet (u.a. durch die Insolvenzen der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast sowie der Sietas-Werft in Hamburg), gibt es bei der anderen Hälfte ein teilweise deutliches Plus bei der Beschäftigung.

Neben den 15.800 Stammbeschäftigten arbeiten rund 2800 Leiharbeiter und mehr als 7100 Beschäftigte mit Werkvertrag auf den Werften. "Mit einem Anteil von fast 30 Prozent haben Werkverträge einen erschreckend hohen Anteil an der Gesamtbeschäftigung", sagte IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken. "Um einen Missbrauch von Werkverträgen auszuschließen, wollen wir auch auf weiteren Werften verbindliche Regelungen durchsetzen. Der Tarifvertrag zu Werkverträgen mit der Meyer Werft ist eine gute Grundlage für die Verhandlungen in anderen Unternehmen."

Sorgen bereitet der IG Metall Küste der weiterhin schwache Auftragseingang. "Die Werften leben von der Substanz. Sie brauchen dringend neue Aufträge, um die Auslastung für die nächsten Jahre zu sichern", so Geiken. Hoffnungen setzt er auf die Offshore-Industrie und den damit verbundenen Aufträgen für Plattformen und Spezialschiffe: "Von der neuen Bundesregierung erwarten wir noch in diesem Jahr verlässliche gesetzliche Grundlagen, damit sich die Milliardeninvestitionen nicht weiter verzögern. Die alte Bundesregierung hat genug Zeit verspielt und damit die Zukunft der gesamten Branche in Gefahr gebracht."

Für die norddeutschen Bundesländer ist der Schiffbau von großer Bedeutung und bildet insbesondere in strukturschwachen Regionen das industrielle Rückgrat: Insgesamt arbeiten auf den Werften 25.700 Beschäftigte (mit Leiharbeit und Werkverträgen).

Mit den 68.000 Mitarbeitern bei den Zulieferern zählt die Branche insgesamt 94.000 Beschäftigte.

Weiter Informationen auf unserer Internetseite: www.igmetall-kueste.de

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