Mittwoch, 22. August 2018


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Rund 8.000 Beschäftigte beteiligen sich an Aktionstag bei EADS im Norden

Geiken: "Konzern darf nicht nur an die Aktionäre denken"

Hamburg, (lifePR) - In Norddeutschland haben sich rund 8.000 Beschäftigte an dem bundesweiten Aktionstag der IG Metall für die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS beteiligt. "Der starke Auftakt im Norden macht deutlich, dass die angekündigten Veränderungen nur mit und nicht gegen die Beschäftigten möglich sind", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

Die mit 3.000 Teilnehmern größte Kundgebung gab es bei Airbus in Hamburg, bei der auch rund 100 Beschäftigte von Airbus aus Buxtehude dabei waren. In Bremen versammelten sich 2.300 Mitarbeiter von Airbus, Astrium und EADS Deutschland (Cassidian und Share Services) sowie von Premium Aerotec vor dem Werkstor. Weitere Kundgebungen gab es bei Airbus in Stade (1.200 Teilnehmer), sowie bei Premium Aerotec in Varel (650 Teilnehmer) und Nordenham (600 Teilnehmer). Zu einer kurzen Protestaktion im Betrieb kam es auch bei EADS in Kiel.

"Wir warnen die Geschäftsführung davor, die Rendite über alles zu stellen", sagte IG Metall-Bezirksleiter Geiken auf der Kundgebung in Hamburg. "Der Konzern darf nicht nur an die Aktionäre denken, sondern muss auch die Zukunft von Arbeitsplätzen und Standorten im Blick behalten. Wir brauchen weiter Investitionen und vor allem Innovationen, damit die 25.000 Arbeitsplätze von EADS in Norddeutschland langfristig gesichert sind."

Rüdiger Lütjen, Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates von EADS, forderte die Geschäftsführung auf, die geplante Umstrukturierung des Konzerns nicht gegen die Beschäftigten durchzusetzen: "Es liegt jetzt am Unternehmen, ob sie auf Kooperation oder Konfrontation setzen. Für uns ist klar: Es darf keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Das ist den Beschäftigten bei der insgesamt guten wirtschaftlichen Situation und Auftragslage des Konzerns nicht vermittelbar."

Von der Politik fordern IG Metall und Betriebsrat eine aktive Politik für die Luft- und Raumfahrtindustrie: "Notwendig sind Planungssicherheit bei Aufträgen sowie die Förderung von Forschung und wichtigen Zukunftsprogrammen. Von der künftigen Bundesregierung erwarten wir, dass sie möglichst bald einen industriepolitischen Dialog startet, bei dem Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Gewerkschaft gemeinsam Lösungen entwickelt", erklärte IG Metall-Bezirksleiter Geiken.

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