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Pressemitteilung BoxID: 245739 (IG Metall Küste)
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IG Metall fordert Erhalt der Tarifbindung bei Verkauf der Kittner-Autohäuser

Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern

(lifePR) (Hamburg, ) Bei einem Verkauf der Kittner-Autohäuser in Schleswig- Holstein und Mecklenburg-Vorpommern darf die Tarifbindung nicht aufs Spiel gesetzt werden. Das fordert die IG Metall Küste von Investoren, Gesellschaftern, Gläubigerbanken und Herstellern, die nach Medienberichten über einen Verkauf der einzelnen Unternehmen verhandeln. "Wir wollen keine weiteren Autohäuser, die unternehmerisches Unvermögen durch Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich oder Kürzung von Urlaubstagen ausgleichen", sagte Thomas Rickers, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Lübeck/Wismar.

Für die Gewerkschaft ist die Kittner-Gruppe ein Beispiel dafür, wie eine Sanierung mit Tarifverträgen und unter Einbeziehung der Beschäftigten gelingen kann. "Die Beschäftigten haben durch persönlichen Verzicht in erheblichen Umfang zur Sanierung der Autohäuser beigetragen. Ihr Interesse an fairen, durch Tarifverträge geregelten Arbeitsbedingungen muss deshalb auch bei der Entscheidung über einen neuen Investor eine entscheidende Rolle spielen", so Rickers.

Der Gewerkschafter appelliert an die deutschen Autohersteller, die an der Entscheidung über künftige Investoren maßgeblich beteiligt sind: "Es dürfte nicht deren Geschäftspolitik entsprechen, bei den Beschäftigten zu kassieren, wenn wirtschaftliche Probleme auftreten, und sie anschließend im Regen stehen zu lassen. Der Erhalt der Tarifbindung muss deshalb auch für sie von großem Interesse sein", erklärte G Metall-Vertreter Rickers.