Geiken: "Werft muss konsequent gegen jegliche Art von Missbrauch vorgehen"

Bericht der Task Force der Meyer Werft zu Werkverträgen

(lifePR) ( Hannover, )
Die von der Meyer Werft in Papenburg eingesetzte Task Force hat heute in Anwesenheit von Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) ihren Bericht zur aktuellen Situation von Arbeitnehmern mit Werkvertrag vorgestellt. "Der Bericht zeigt das Ausmaß von Werkvertragsbeschäftigten auf der Meyer Werft und die unwürdigen Bedingungen, unter denen viele von ihnen gearbeitet und gelebt haben", sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken.

"Die Meyer Werft hat erste Konsequenzen gezogen und sich von einzelnen Firmen getrennt. In dem Bericht wird auch deutlich, dass sich die Situation der Beschäftigten mit Werkvertrag verbessert hat, seitdem die Geschäftsführung der Werft die Werkvertragsfirmen stärker ins Visier nimmt. Wir erwarten, dass die Geschäftsführung nicht nachlässt und konsequent gegen jegliche Art von Missbrauch vorgeht", so der IG Metall-Bezirksleiter.

Thomas Gelder, Betriebsratsvorsitzender der Meyer Werft, ergänzte: "Der Einsatz der Task Force war richtig und hat zur Klärung der Situation beigetragen. Für uns hört die Arbeit mit Vorlage dieses Berichtes allerdings nicht auf: Wir werden darauf achten, dass der Tarifvertrag Anwendung findet und die darin enthaltenen Kontrollmöglichkeiten genutzt werden."

Die IG Metall Küste und die Meyer Werft hatten sich Mitte September auf einen Tarifvertrag geeinigt, mit dem sie gemeinsam gegen den Missbrauch von Werkverträgen vorgehen wollen. In diesem sind Informations-, Kontroll- und Mitwirkungsrechte des Betriebsrates bei Werkverträgen gestärkt und soziale Mindeststandards wie eine angemessene Unterbringung und einen Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde verbindlich festgelegt worden.

"Andere Unternehmen sollten dem Beispiel der Meyer Werft folgen und mit uns verbindliche Regelungen schaffen. Aber dazu werden nur wenige Betriebe freiwillig bereit sein. Deshalb brauchen wir gesetzliche Regelungen wie einen Mindestlohn sowie Mitbestimmung für unsere Betriebsräte bei Werkverträgen, damit sie gegen Missbrauch und unhaltbare Zustände vorgehen können", so Bezirksleiter Geiken.
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