Schweizer Musikmarkt 2018: Erholung setzt sich fort, Streaming etabliert Dominanz

(lifePR) ( Zürich, )
Der Schweizer Tonträgermarkt hat 2018 CHF 170 Mio. umgesetzt und so-mit 3,7% mehr als im Vorjahr. Die 2016 begonnene Erholung des Musikmarktes setzt sich damit fort. Wachstumsmotor ist das Streaming-Segment, während die Umsätze aus dem Download sowie den physischen Tonträgern, wie CDs und LPs, weiterhin zurückgehen.

Digitalmarkt: Wachstum dank Streaming

Die Umsätze aus Audio- und Videostreaming legten deutlich zu (+36% auf CHF 97.8 Mio.) und tru-gen damit 58% zum Gesamtmarkt bei. Demgegenüber setzte sich der Rückgang beim Download-geschäft fort (-23% auf CHF 31.3 Mio.), das nur noch 18% zum Tonträgermarkt beiträgt. Insgesamt wuchs das Digitalgeschäft gegenüber dem Vorjahr um 15% auf CHF 129.9 Mio., entsprechend 76% des Gesamtumsatzes. Damit übertrifft der Streamingumsatz erstmals klar denjenigen des Down-loadsegments in dessen Rekordjahr 2012.

Physische Tonträger: CD weiter rückläufig

Der Umsatz aus dem Verkauf von CDs und anderen physischen Tonträgern ist auch 2018 gesunken (-22% auf CHF 40 Mio.) und trug noch 24% zum Gesamtmarkt bei. Dieser Umsatzrückgang war zu erwarten und entspricht dem allgemeinen langjährigen Trend. Dennoch bleibt die CD auf abseh-bare Zeit für den Musikmarkt wichtig.

Lorenz Haas, Geschäftsführer IFPI Schweiz, kommentiert diese Entwicklung: «Innerhalb weniger Jahre hat sich das Musikstreaming atemberaubend schnell zum weitaus umsatzstärksten Segment entwickelt. Streaming etabliert sich damit als dominierender Vertriebskanal für Musik. Die Heraus-forderung für die Labels liegt darin, ihre Geschäftsstrategie entsprechend auszurichten.»

Ivo Sacchi, Präsident IFPI Schweiz und Managing Director Universal Music Switzerland erwartet eine Fortsetzung des Trends: «Mit Blick auf die skandinavischen Länder, wo Streaming einige Jahre Vorsprung hat, gehe ich davon aus, dass sich das gegenwärtige Wachstum auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Das Potential in der Schweiz ist bei Weitem noch nicht ausge-schöpft.»

Wichtiger Hinweis zur Methodik: Mit Veröffentlichung der Marktzahlen 2018 übernimmt IFPI Schweiz die Methode der Umsatzmessung auf Ebene des Einzelhandels («Retail Value»). Dies ermöglicht eine ge-nauere Erfassung des Gesamtmarktes. Frühere Veröffentlichungen basierten auf der Messung der Labe-lumsätze («Trade Value»). Vor März 2019 veröffentlichte Zahlen zum Musikmarkt sind deshalb nicht ver-gleichbar mit Zahlen, welche danach veröffentlicht wurden.
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