Montag, 23. April 2018


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Netzneutralität - IfKom begrüßen EU Verordnungsentwurf für gemeinsamen Telekommunikationsmarkt

Bonn, (lifePR) - Nach Auffassung der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) ist der von der EU derzeit in der Abstimmung befindliche Verordnungsentwurf keine "Beerdigung der Netzneutralität", sondern eine Regelung, in der technischer Sachverstand und wirtschaftliche Vernunft erkennbar sind.

Der Begriff Netzneutralität ist in dem Entwurf aus dem EU-Kommissariat von Neelie Kroes nicht explizit genannt. Er enthält stattdessen Regelungen, die bewirken sollen, dass Provider in einem offenen Internet innerhalb vertraglich vereinbarter Grenzen für Datenvolumen und Bandbreiten, spezifische Dienste oder Serviceklassen nicht blockieren, verlangsamen oder herabstufen sollten.

Ausnahmen sind unter anderem Bedrohungen für die Sicherheit eines Netzwerks, der Schutz vor Spam oder besonders schwere Fälle von Kapazitätsengpässen. Auch volumenbasierte Tarife sind laut der Initiative ausdrücklich kompatibel mit einem offenen Internet und erlaubten es Netzbetreibern, ihre Kapazitäten besser an die erwarteten Datenvolumina anzupassen. Es gebe eine Nachfrage nach Diensten und Anwendungen wie etwa Internet-Telefonie oder Internet-Fernsehen, Videokonferenzen oder Angeboten im Gesundheitswesen mit einer erhöhten Qualität.

Diese Differenzierung in Qualitätsklassen ist erstmalig so deutlich hervorgehoben worden und nach Auffassung der IfKom ein notwendiges Regulativ für Übertragungswege mit begrenzten Kapazitäten. Denn der in letzter Zeit häufig verwendete Begriff "Best Effort" wird oft überinterpretiert und bedeutet eben nicht immer "beste Leistung", sondern lediglich "bestes Bemühen"! Er beschreibt ein Qualitätsniveau, das sich für den Verkehr im Netz einstellt, der nicht in Qualitätsklassen abgewickelt wird. Best-Effort ist nur in überdimensionierten Netzen auch bestmögliche Leistung. In den hoch belasteten Netzen der Zukunft ist Best Effort eine Zufallsgröße und dürfte für viele Anwendungen nicht mehr ausreichen.

IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder - Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder - gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI - Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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