IfKom und IPW sind sich einig: Die digitale Bildung in den Schulen und Hochschulen muss stärker gefördert werden

(lifePR) ( Bonn, )
In der Bildungspolitik besteht nach Auffassung der beiden Verbände IfKom – Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) sowie IPW - Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft dringender Handlungsbedarf. Zugleich begrüßen sie den vor kurzem im Plenum des Deutschen Bundestages zur Beratung angestandenen Regierungsentwurf des Bildungs- und Forschungsetats, wonach 70 Millionen Euro für 2017 und weitere 173 Millionen für die Folgejahre im Bereich Digitalisierung und Digitale Bildung vorgesehen sind. Nun heißt es, die vorgesehenen Mittel insbesondere für Schulen und Hochschulen entsprechend einzusetzen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit in Europa sicherzustellen, muss in Deutschland deutlich mehr Wert auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen in Schulen und Hochschulen gelegt werden. „Digitales Arbeiten in Schulen darf nicht nur bei Fächern wie beispielsweise Informatik eine Rolle spielen, sondern muss für den gesamten Fächerkanon der Schul- und Hochschulausbildung gelten“, fordert der IfKom-Bundesvorsitzende Dipl.-Ing. Heinz Leymann.

„Für eine zukunftsorientierte Aus-, Fort- und Weiterbildung sind digitale Lernmedien und -technologien sowie deren Anwenderkompetenz unabdingbar“, merkte der IPW-Vizepräsident Prof. Dr. Ralph Dreher an und fügte hinzu: „Nicht die Verfügbarkeit von Mobile devices ist entscheidend, sondern deren auf Kompetenzförderung ausgerichtete unterrichtliche Integration als Mittel des Informierens, Visualisierens, Simulierens und Dokumentierens“. Ein breitbandiger Internetzugang ist dazu die materiale Voraussetzung, ein Lehrpersonal, das diese Möglichkeiten dann auch zielgerichtet nutzen kann, indem es dafür qualifiziert wird, ist eine gleichberechtigte zweite Herausforderung an die Bildungsinstitutionen.

Die Arbeitswelt wird sich durch Industrie 4.0 im Rahmen der stetig steigenden Digitalisierung der Wirtschaft deutlich verändern. In der Industrie 4.0 wächst die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik zusammen. Fabriken ermöglichen künftig eine effizientere Interaktion zwischen Beschäftigten und intelligenten Produktionsmaschinen. Zur Umsetzung von Industrie 4.0 brauchen wir folglich eine Bildungspolitik 4.0, das heißt, eine viel stärkere Fokussierung der Aus- und Weiterbildung bereits in der Schule auf diejenigen Kompetenzen, die zukünftig noch stärker erforderlich sind, vor allem Fähigkeiten zur Entwicklung, Pflege und Betrieb digitaler Systeme. Gleichsam sollte ein Schwerpunkt der digitalen Bildung der Umgang mit Daten sein. Hierzu gehören unter anderem die Handhabung der Datenschutzbestimmung und die Nutzung Social Media. Einmal eingegebene persönliche Daten sind schwer wieder löschbar.

Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft (IPW e. V.) versteht sich als Forum für alle an technischer Bildung interessierten Personen aus der beruflichen und akademischen Bildung sowie aus Wirtschaft und Politik, national und international. Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft, IPW, e. V. hat sich das Anliegen der „Engineering Initiative“ der UNESCO, 2011, zu eigen gemacht: Die Kunst der Technik in Theorie und Praxis einzusetzen, um den von den Vereinten Nationen formulierten Millenniumszielen mit der Kernforderung nach höherer Nachhaltigkeit näher zu kommen, muss weltweit verstärkt in die Lehre eingebunden werden.
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