Mittwoch, 20. September 2017


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Islands Haupt-Walfänger will trotz mangelnder Nachfrage erneut Walfleisch nach Japan verschiffen

Hamburg, (lifePR) - Islands einziger Finnwal-Jäger Kristjan Loftsson ist im Begriff Hunderte Tonnen Finnwal-Fleisch nach Japan zu versenden. Trotz eines sehr begrenzten Marktes und Protesten im In- und Ausland gegen den blutigen Handel mit der gefährdeten Walart ist die mindestens zwei Jahre alte Ware auf einen Frachter geladen worden.

„Wieder einmal wird das Fleisch von unnötig und grausam getöteten Walen auf Loftssons eigene Rechnung nach Japan transportiert, obwohl es dort nur sehr geringe Absatzmöglichkeiten gibt und wieder einmal wird diese Aktion dem Ansehen Islands in der Welt schaden“, so Robert Kless, Leiter des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland. „Dieser Versuch eines einzelnen Mannes, den Walfleisch-Handel mit Japan wieder aufzunehmen, steht im Widerspruch zu seinen eigenen Aussagen über mangelnde Nachfrage dort, weshalb er den Finnwal-Fang in den letzten zwei Jahren ausgesetzt hat.“

In den letzten Jahren mussten die mit Walfleisch beladenen Schiffe teils abenteuerliche Routen nehmen, da sich einige Häfen, darunter Hamburg, geweigert hatten, die Frachter aufzunehmen.

Loftssons Firma Hvalur hf tötete im Jahr 2015 155 bedrohte Finnwale, hauptsächlich für den japanischen Markt. Die Jagd auf Zwergwale in Island geht weiter, mindestens 17 Zwergwale wurden in dieser Saison bereits erlegt.

In Zusammenarbeit mit der isländischen Whalewatching Koalition Icewhale richtet sich der IFAW seit Jahren mit der Aufklärungskampagne 'Meet Us Do not Eat Us' an Touristen. Der Prozentsatz der Urlauber, die während ihres Aufenthaltes Walfleisch probiert haben, hat sich von ursprünglich 40 Prozent seit 2011 mehr als halbiert.

Die Hälfte aller Restaurants in Reykjavik sind „Wal freundlich“, indem sie kein Walfleisch servieren. Der IFAW ist überzeugt, dass die Reduzierung der touristischen Nachfrage nach Walfleisch und der Verfügbarkeit in Restaurants die Zahl der getöteten Zwergwale verringern wird.

Mehr als 100.000 Touristen und Isländer haben sich in einer Petition des IFAW dazu bekannt, kein Walfleisch zu essen. Derzeit kämpfen der IFAW und Icewhale dafür, in der Faxaflói Bucht außerhalb des Hafens von Reykjavik, ein Schutzgebiet für Wale einzurichten.

Whale Watching ist heute eine der Top-Touristenattraktionen in Island, die jährlich rund 11 Millionen Euro einbringt und mehr als 200.000 Touristen anzieht. Das beweist, dass die Wale für die Wirtschaft Islands lebendig wertvoller sind als tot.

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