vbw zur EEG-Umlage 2015: keine Trendwende

Brossardt: "Strompreise steigen weiter. Deckelung der Umlage muss kommen"

(lifePR) ( München, )
Nach Bekanntgabe der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für das Jahr 2015 hat die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. gewarnt, in dem geringen Rückgang eine Umkehr der Entwicklung zu sehen. "Die EEG-Umlage liegt derzeit bei 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Wenn sie für 2015 mit 6,17 Cent angesetzt wird, ist das gerade mal ein Prozent weniger. Das ist kein Zeichen für eine Trendwende. Grund für den Rückgang ist der etwas zu hohe Ansatz der Liquiditätsreserve im vorangegangenen Jahr. Leider müssen wir davon ausgehen, dass die Umlage in den nächsten Jahren wieder anwächst. Dies zeigt: Die EEG-Reform kann den Anstieg der Kosten lediglich abschwächen", betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Dennoch sieht Brossardt die EEG-Novelle als wichtigen ersten Schritt, den mit Milliardenbeträgen von den Stromkunden geförderten planlosen Ausbau der erneuerbaren Energien zu begrenzen und die Strompreise in den Griff zu bekommen. "Mit der geplanten Ausschreibung und einer stärkeren Direktvermarktung kommen erstmals marktwirtschaftliche Ansätze in das EEG. Die Bundesregierung will diesen Weg weitergehen. Das begrüßen wir sehr. Wegen der auf 20 Jahre vereinbarten Förderzusagen für Erneuerbare-Energien-Anlagen wird es aber Jahre dauern, bis die EEG-Umlage tatsächlich langsam sinkt", so Brossardt.

Die vbw wiederholt daher ihre Forderung nach einer Deckelung der EEG-Umlage bei fünf Cent pro Kilowattstunde. Alternativ käme auch eine Obergrenze von acht Cent pro Kilowattstunde für EEG-Umlage einschließlich aller weiteren Stromabgaben infrage. Brossardt: "Der schnellste Weg, dies zu erreichen, ist eine Absenkung der Stromsteuer. Schnelles Handeln ist auch geboten, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu erhalten. Die deutsche Industrie bezahlt bereits jetzt für den Strom 50 Prozent mehr als ihre Konkurrenten in Frankreich und weit über das Doppelte wie die Unternehmen in den USA. Für unsere exportorientierte gewerbliche Wirtschaft ist das ein gravierender Wettbewerbsnachteil, der nicht länger hinnehmbar ist."
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