Donnerstag, 19. Juli 2018


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vbw kritisiert Piketty-Studie zur Einkommensungleichheit

Brossardt: "Äpfel mit Birnen verglichen"

München, (lifePR) - Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat einer Studie des französischen Ökonomen Thomas Piketty widersprochen, wonach die Einkommensungleichheit in Deutschland heute so groß ist wie 1913. „Dies zeichnet ein falsches Bild der wirtschaftlichen und sozialen Lage in unserem Land. Unser bewährtes System der Sozialen Marktwirtschaft ist ein Garant dafür, dass es der großen Mehrheit der Menschen in Deutschland gut geht“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Er verweist darauf, dass nach einer Studie des ifo-Instituts die Einkommensungleichheit in Deutschland seit 2005 zurückgegangen ist und die Haushaltseinkommen gleichmäßiger verteilt sind als im OECD-Durchschnitt. Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zählt 78 Prozent der Bevölkerung zur Mittelschicht. Sie hat heute den gleichen Anteil am Gesamteinkommen wie vor zehn Jahren.  

„Dies zeigt: Breite Bevölkerungsschichten profitieren von der starken Stellung unserer Unternehmen im internationalen Wettbewerb. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt lässt viele Menschen am Aufschwung teilhaben: 78 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter gehen einer Beschäftigung nach. Die Erwerbstätigkeit liegt mit 44,6 Millionen deutschlandweit auf einem Rekordniveau. Die Jugendarbeitslosigkeit ist gerade in Bayern kaum messbar, selbst die Langzeitarbeitslosigkeit ist zuletzt stark zurückgegangen“, sagt Brossardt.

Die vbw hält es zudem für problematisch, die Einkommensverhältnisse von 1913 mit der heutigen Lage zu vergleichen. Brossardt: „1913 war der Sozialstaat noch unterentwickelt. Die Studie berücksichtigt nicht, dass heute komplett anders als damals umfangreiche staatliche Transferleistungen allen eine Teilhabe ermöglichen. 2017 und 1913: Das ist der Vergleich von Äpfeln mit Birnen.“

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