Freitag, 22. September 2017


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vbw hält Aufspaltung der Steuerreform für sinnvoll

Brossardt: "Entbürokratisierung im Steuerrecht ist dringend nötig!"

München, (lifePR) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hält die Pläne von Union und FDP, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Steuerreform in zwei Stufen anzugehen, für sinnvoll. "Aufgrund der aktuellen Haushaltslage ist es nachvollziehbar, die Reform aufzuspalten und zunächst die Vereinfachung des Steuerrechts in Angriff zu nehmen", erklärte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Für die Wirtschaft wie für die Bürger sei es wichtig, dass die Richtung stimme, die die Regierung in der Steuerpolitik verfolge. Dabei müsse ein verlässlicher Zeitplan und eine umsichtige Umsetzung Vorrang haben. Brossardt: "Übereilte Reformen mit Mängeln wie beispielsweise bei der Unternehmensteuerreform 2008 oder der Erbschaftsteuerreform können wir uns nicht leisten."

Es sei daher richtig, dass sich die Regierung im ersten Schritt zügig auf die Entbürokratisierung des Steuerrechts konzentriere. "Mit vergleichsweise einfachen Ansätzen kann das Steuerrecht so entrümpelt werden, dass Unternehmen deutlich weniger administrativen Aufwand und damit geringere Kostenbelastungen hätten", betonte Brossardt. Die vbw hat dazu einen umfassenden Katalog an Vorschlägen vorgelegt. Sie empfiehlt unter anderem die Abschaffung der Gebührenpflicht für verbindliche Auskünfte zur steuerlichen Beurteilung von bestimmten, noch nicht verwirklichten Sachverhalten in Unternehmen. Nötig seien auch die Verschlankung des Umfangs steuerrelevanter Unterlagen sowie eine Reform des aufwändigen und rechtsunsicheren Reisekostenrechts in Bezug auf die regelmäßige Arbeitsstätte und die Frist der Verpflegungsmehraufwendungen. "Eine Entbürokratisierung und Verschlankung des Steuerrechts bringt Wachstumsimpulse für die Wirtschaft", sagt Brossardt. Wenn die Bundesregierung dabei an den richtigen Stellen im Verfahrensrecht und Lohnsteuerrecht ansetze, würde dies das Steueraufkommen wenig beeinflussen.

Parallel dazu müsse aber auch die Arbeit an notwendigen Strukturreformen in der Unternehmensbesteuerung konsequent vorangetrieben werden, mahnte Brossardt. Wichtige Ansätze dabei sieht die vbw beispielsweise in einem Ersatz der steuerlichen Organschaft durch eine moderne Gruppenbesteuerung oder in der Neuordnung des Umgangs mit steuerlichen Verlustvorträgen.

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