Montag, 27. Februar 2017


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vbw fordert unverzüglich bundesweites energiewirtschaftliches Gesamtkonzept

Brossardt: "Umfassender Energiewende-Plan ist überfällig"

(lifePR) (München, ) Vor der Stilllegung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld und damit dem Wegfall von 1.300 Megawatt gesicherter Leistung in Bayern fordert die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Bundesregierung auf, endlich die wesentlichen energiepolitischen Fragen zu klären und ein schlüssiges Gesamtkonzept für den Umbau der Energieversorgung in Deutschland vorzulegen. "Vier Jahre nach dem Beschluss über den beschleunigten Ausstieg aus der Kernkraft gibt es immer noch keinen umfassenden Plan, was bis wann passieren muss, um eine sichere Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen über 2022 hinaus zu garantieren. Inzwischen läuft uns die Zeit davon. Bisher gibt es nur punktuelle Korrekturversuche und zähe Diskussionen um einzelne Vorhaben. Ein umfassender Energiewende-Plan ist überfällig", erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Auch vom energiepolitischen Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministeriums ist Brossardt enttäuscht: "Hier wird ebenfalls nur an einzelnen Stellschrauben gedreht. Das macht keinen Sinn, solange nicht feststeht, wie es mit der Stromversorgung konkret weitergehen soll. Dafür brauchen wir ein energiewirtschaftliches Gesamtkonzept, das den notwendigen Umbau der Energiesysteme und die vielfältigen Wirkungszusammenhänge der Erzeugungsarten untereinander sowie von Erzeugung, Transport, Energieeffizienz und Speicherung beschreibt und berücksichtigt."

Brossardt weist darauf hin, dass Bayern bis 2023 etwa fünf Gigawatt gesicherte Kernkraftwerksleistung und bei der Stromerzeugung rund 40 Terawattstunden verliert. "Ein marktwirtschaftlich ausgerichtetes Energiemarktdesign muss Anreize setzen, um technologieoffen Erzeugungslücken der volatilen erneuerbaren Energien zu schließen. Damit die Versorgungssicherheit nach 2022 gewährleistet werden kann, ist außerdem der Netzausbau auf allen Spannungsebenen nötig. Als flankierende Sicherheitsmaßnahme und zur Netzstabilisierung müssen - falls erforderlich - schnell startende Gasturbinenkraftwerke zur Verfügung stehen, soweit die bestehenden hocheffizienten Gaskraftwerke hierfür nicht ausreichen", betont Brossardt.

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