vbw-Index: Hohe Erwartungen bei verhaltener Entwicklung

Rodenstock: "Mit der bayerischen Wirtschaft geht es langsam aufwärts"

(lifePR) ( München, )
Der vbw-Index der bayerischen Wirtschaft ist im Frühjahr 2010 deutlich gestiegen. Gegenüber dem Allzeittief im Herbst 2009 legte er um 37 auf 88 Punkte zu. Der Präsident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Randolf Rodenstock, betonte: "Der konjunkturelle Tiefpunkt ist überwunden. Mit der bayerischen Wirtschaft geht es wieder aufwärts - allerdings mit einem langsamen Tempo. Wir starten von einem niedrigen Niveau aus und haben einen weiten Weg vor uns."

Rodenstock weiter: "Die tatsächliche Entwicklung ist noch verhalten, doch die Erwartungen der Unternehmen sind hoch." Die Lageindizes lägen noch deutlich niedriger als die Prognoseindizes.

Der Lageindex Wachstum liegt aktuell bei 66 Punkten und damit trotz starken Anstiegs weiter deutlich unterhalb des 100-Punkte-Durchschnitts. Auch der Lageindex Beschäftigung hat sich verbessert, was laut Rodenstock im Herbst so nicht absehbar war. Er stieg um 10 auf 69 Punkte.

Einen überraschend hohen Wert erreicht der Prognoseindex Wachstum. Er machte einen großen Sprung um 50 Punkte auf 125. Rodenstock: "Die Unternehmen machen sich mit Zuversicht an den Wiederaufstieg." Der Prognoseindex Beschäftigung lasse hoffen, dass der Arbeitsmarkt auch in den kommenden Monaten robust bleibe. Er stieg deutlich von 39 auf 91 Punkte.

Rodenstock: "Ich habe inzwischen die starke Hoffnung, dass wir es tatsächlich schaffen könnten, diese tiefe Krise ohne einen größeren Beschäftigungseinbruch zu bewältigen."

Nach einem Rückgang des bayerischen Bruttoinlandsprodukts um fünf Prozent im letzten Jahr erwartet Rodenstock für das laufende Jahr ein moderates Wachstum. "Ich halte für Bayern ein Wirtschaftswachstum von bis zu zwei Prozent für möglich", so der Präsident. Das Vorkrisenniveau liege allerdings noch in weiter Ferne. "Nach unserer vbw-Umfrage erwartet jeder zweite Verband, dass das Vorkrisenniveau erst in den Jahren 2013 oder noch später wieder erreicht wird", so der Präsident.

Bundes- und Staatsregierung müssten jetzt den Schwerpunkt weg von der kurzfristigen Krisenbekämpfung hin zu einer wieder mittel- und langfristig ausgerichteten Politik verlagern - mit dem Ziel, Wachstums- und Beschäftigungshemmnisse zu beseitigen. So sei es elementar, die Finanzierungssituation der Unternehmen zu verbessern. Auch seien Maßnahmen zur Eigenkapitalentlastung der Banken nötig. Zudem müssten die Arbeitskosten stabil bleiben. Hier gehe es vor allem darum, durch nachhaltige Reformen der Sozialversicherungssysteme die Beiträge dauerhaft unter 40 Prozent zu halten. Darüber hinaus drängt der Präsident darauf, die öffentlichen Haushalte über die Ausgabenseite zu konsolidieren. "Und zwar nicht über eine Senkung der öffentlichen Investitionen, sondern über einen Abbau der konsumtiven Ausgaben und Subventionen. Steuererhöhungen jeder Art sind Gift für den nächsten Aufschwung", so Rodenstock.
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