Stabile Entwicklung der globalen Konjunktur

Brossardt: "Weltweiten Handelskrieg verhindern"

(lifePR) ( München, )
Die Weltwirtschaft wächst stabil, das geht aus dem aktuellen Konjunkturradar Ausland der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hervor. „Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2017 um 3,7 Prozent gestiegen – 0,5 Prozentpunkte stärker als 2016. Die Lokomotive der globalen Entwicklung sind die Industrieländer, deren Wachstum sich deutlich beschleunigt hat. Im laufenden Jahr wird sich dieses weiter steigern und dürfte laut Internationalem Währungsfonds bei 3,9 Prozent liegen“, erläutert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Im abgelaufenen vierten Quartal 2017 stieg das BIP in der EU gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um 0,6 Prozent. Die Inlandsnachfrage wurde insbesondere durch Impulse vonseiten der Investitionen stimuliert, die um 0,9 Prozent zulegten. Der Außenhandelsüberschuss stieg deutlich, die Importe legten um 1,3 Prozent und die Exporte um 1,7 Prozent zu. Die stabile Konjunktur zeigt sich auch in der Industrieproduktion. Diese stieg EU-weit im vierten Quartal 2017 um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. „Die EU und im Besonderen die Eurozone konnten ein stabiles Wirtschaftswachstum erreichen. Die Prognosen für 2018 sind über alle Länder hinweg positiv“, betont Brossardt.

Auch die Schwellenländer tragen laut vbw Auswertung zum globalen Wachstum bei. Die chinesische Wirtschaft hielt auch im vierten Quartal 2017 das hohe Wachstumstempo der vorangegangenen Quartale mit einem Plus von 1,6 Prozent. In Indien verlangsamte sich das Wachstum auf hohem Niveau – das Land verzeichnete im Schlussquartal einen Anstieg von 0,9 Prozent. Beim Sorgenkind Brasilien stagnierte die Entwicklung hingegen.

„Zunehmende protektionistische Maßnahmen, insbesondere durch die US-Administration, bergen die Gefahr, dass der globale Aufschwung abrupt zum Erliegen kommt. Einen weltweiten Handelskrieg aus Strafzöllen und Handelsbeschränkungen gilt es daher unter allen Umständen zu verhindern. Letztendlich gäbe es dabei nur Verlierer“, betont Brossardt.
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