Montag, 20. Februar 2017


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Repräsentative Umfrage: Mindestlohn hat Bürokratie-Lawine ausgelöst

Brossardt: "Junge Menschen werden an Chancen beraubt"

(lifePR) (München, ) Für 70 Prozent der bayerischen Metall- und Elektro-Unternehmen hat die Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns zu bürokratischem Mehraufwand geführt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm. Deren Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt kritisiert: "Der Mindestlohn hat eine Bürokratie-Lawine ausgelöst. Die Aufzeichnungspflichten für die Unternehmen sind sehr umfangreich und belastend. Besonders groß ist der Aufwand bei der Auftraggeberhaftung für die Mindestlohnbezahlung von Subunternehmen." Diese hat bei 46,1 Prozent der befragten Unternehmen zu bürokratischem Mehraufwand geführt, für 23,3 Prozent sogar zu erheblichen Mehrbelastungen. Auch die Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten von geringfügig Beschäftigten sorgt bei vielen bayerischen M+E Betrieben für Unmut: 45,5 Prozent konstatieren hierbei Mehraufwand.

Darüber hinaus belegt die Umfrage die negativen Auswirkungen des Mindestlohns auf das Praktika-Angebot der Unternehmen. Von den knapp 80 Prozent der Firmen, die grundsätzlich Praktikanten einstellen, hat jede zweite das Praktika-Angebot infolge der Einführung des flächendeckenden Mindestlohns eingeschränkt: 15,5 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen bieten keine freiwilligen, sondern nur noch Pflicht-Praktika an. 23,9 Prozent beschränken die Dauer der Praktika auf maximal drei Monate. 16,2 Prozent bieten weniger freiwillige Praktika an als zuvor. "Der Mindestlohn verbaut gerade jungen Menschen Chancen auf dem Arbeitsmarkt, er vervielfacht die Bürokratie, führt zu Rechtsunsicherheit und zu einem sprunghaften Anstieg der Arbeitskosten. Es bleibt dabei: Die Einführung des Mindestlohns war falsch", so Brossardt.

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