Mittwoch, 22. Februar 2017


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Brossardt: Gute Bildung ist die beste Versicherung gegen Jobverlust

Arbeitslosigkeit von Frauen ist durch die Krise geringer geworden

(lifePR) (München, ) Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., sieht junge Arbeitnehmer nicht als Verlierer der Krise, wie vielfach behauptet. "Die natürlich vorhandenen Spuren der Krise in dieser Personengruppe können die insgesamt positive Entwicklung nicht überdecken. Dies gilt im Besonderen für die Arbeitslosigkeit der 30- bis 40-Jährigen. Sie sank bundesweit von 856.600 Personen im November 2006 um 185.300 Personen bzw. 21,6 Prozent auf 671.300 Personen im November 2009. Trotz eines Hochs im April stellen wir auch fest, dass der Anteil der 30- bis 40-Jährigen an allen Arbeitslosen seit 2006 stetig sinkt", erläutert Brossardt.

Erfreulich sei auch, dass diese Entwicklung nicht nur für das Bundesgebiet, sondern auch für Bayern gelte. Brossardt: "Die Arbeitslosigkeit der 30- bis 40-Jährigen im Freistaat ging von 89.800 Personen im November 2006 bis November 2009 um 22.800 Personen bzw. 25,4 Prozent auf 67.000 Personen zurück."

Besonders erfreulich ist, dass es gerade in letzter Zeit immer besser gelingt, die Arbeitslosigkeit der Frauen in der Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen zu bekämpfen. Sie ging von November 2006 bis zum Vergleichsmonat 2009 um 29,0 Prozent bzw. 126.350 Personen zurück. Bei den Männern lag der Rückgang nur bei 59.000 Personen bzw. 14,0 Prozent. In Bayern sieht die Lage ähnlich aus: Die Arbeitslosigkeit der Frauen sank um 33,4 Prozent bzw. 16.570 Personen, bei den Männern nur um 4.230 Personen bzw. 11,2 Prozent. "Sowohl in Bayern als auch im Bund lag die Arbeitslosigkeit der Frauen bis zu Beginn der Finanzmarktkrise über der der Männer. Mit der Krise hat sich dieses Bild gedreht. Bundesweit liegt seit November 2008 die Zahl der arbeitslosen Frauen zwischen 30 und 40 unter der Zahl der Männer", so Brossardt. In Bayern sei dieser Umschwung seit Januar dieses Jahres feststellbar.

"Dass die meist hochqualifizierten Beschäftigten zwischen 30 und 40 die Verlierer der Krise sein sollen, kann ich mit Blick auf die Statistik nicht nachvollziehen: In dieser Altersgruppe ist die Arbeitslosigkeit trotz Krise von Januar bis August 2009 insgesamt um 22.800 Personen bzw. um 3,13 Prozent zurückgegangen", so Brossardt. Angesichts der Auftragseinbrüche in der Industrie sei das "mehr als erstaunlich". Brossardt: "Das zeigt, dass die Betriebe alles unternehmen, um Beschäftigte zu halten." Klar sei auch, dass eine gute Ausbildung noch immer der beste Schutz vor Jobverlust sei. Brossardt: "Fast die Hälfte der Arbeitslosen zwischen 30 und 40 hat keine Ausbildung. Dagegen liegt der Anteil derer mit Hochschulabschluss bei unter sieben Prozent. Das zeigt: Eine gute Ausbildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit."

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