Brossardt: Die guten Werte sind eine Freude, aber keine Selbstverständlichkeit

vbw nennt Koalitionsvertrag "Rolle rückwärts" beim Bemühen um mehr Flexibilität

(lifePR) ( München, )
„Der bayerische Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent gibt Anlass zur Freude. Der Wert liegt 0,4 Prozentpunkte unter dem des Vorjahresmonats und sucht insbesondere international seinesgleichen. Die Erwerbstätigkeit hat mit 5,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen für die Wintermonate extrem hohen Stand erreicht“, sagte der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, anlässlich der heute vorgestellten Februar-Zahlen durch die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Die vbw warnt aber davor zu glauben, die gute Arbeitsmarktlage sei eine Selbstverständlichkeit. „Das Gegenteil ist der Fall. Die gute Performance geht maßgeblich darauf zurück, dass die Unternehmen in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht haben. Außerdem profitieren sie weiter von den Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010, deren Verkündung sich demnächst zum 15. Mal jährt. Leider werden die Reformen aber immer mehr zurückgedrängt. Der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD bedeutet eine weitere Rolle rückwärts beim Bemühen um mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt“, so Brossardt.

„Insbesondere die geplante drastische Einschränkung befristeter Arbeitsverhältnisse und das Rückkehrrecht für alle von Teilzeitbeschäftigung in Vollzeit engen den Handlungsspielraum unserer Unternehmen ein und bewirken das Gegenteil dessen, was damit beabsichtigt war: Es wird weniger statt mehr Jobs geben“, betonte Brossardt. Auch in der Gesundheitspolitik drohen nach Prognosen der vbw durch die Wiederherstellung der Parität bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung einseitige Belastungen der Arbeitgeber. „Gleiches gilt mittelfristig auch für die rentenpolitischen Pläne von Schwarz-Rot“, sagte Brossardt.

Viel wichtiger ist es aus Sicht der vbw, Unternehmen und Beitragszahler zu entlasten und die starren Arbeitszeitregeln den Erfordernissen der „Arbeitswelt 4.0“ anzupassen. „Nur so können unsere Unternehmen am Standort wettbewerbsfähig bleiben und Arbeitsplätze sichern“, erklärte Brossardt.

 
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